Linz in Österreich. 90% der Teilnehmer einer Umfrage der OÖNachrichten waren der Meinung, dass Bischof Krenn aus seinem Amt entlassen werden sollte. Im Juli 2004 sorgte ein Sexskandal in Österreich, an einem katholischen Priesterseminar für Empörung. Laut einem Pressebericht wurde umfangreiches pornografisches Material sichergestellt. Neben dem Missbrauch von Kindern seien auf den Fotos auch homosexuelle Handlungen zwischen Seminarteilnehmern und ihren Vorgesetzten zu sehen. Der damalige Seminarleiter Ulrich Küchel und sein Stellvertreters Wolfgang Rothe sind damals zurückgetreten. Pure Verharmlosung aber bei der Kirchenführung. Bischof Krenn nahm die Seminarleiter in Schutz und sprach von ‘Buben-Dummheiten’. Das ähnliche homosexuelle Strukturen auch in der deutschen Kirchenlandschaft vorkommen, bewieß die ARD schon im August 2004.
Der umstrittende konservativer Gottesmann vom Opus Dei Klaus Küng untersuchte die St. Pöltener Vorfälle. Küng ist ein Opus-Die-Mann vom Scheitel bis zur Sohle, er vertritt die “reine katholische Lehre”, was die Fragen Zölibat, Frauen-Priesterweihe und Homosexualität betrifft. “Vertrauen schaffen” ist freilich nicht unbedingt eine Stärke Küngs. In seiner damaligen Diözese Feldkirch in Vorarlberg, dem westlichsten Zipfel Österreichs, hatte der super-konservative Gottesmann schwer zu kämpfen, bis die Proteste der Gläubigen verstummten.
Seit dem Vorfall in St. Pölten, sollen dort, nur noch 2 Seminaristen leben. Schon im Oktober 2004 trat Bischof Krenn zurück und wurde Altbischof von St. Pölten. Jetzt wurden Gerüchte laut, das Seminar solle ganz geschlossen werden. Die Redaktion macht darauf aufmerksam, das Sie diese Gerüchte nicht bestätigen kann.



