Angesichts des sogenannten „Weltfriedenstages“ der katholischen Kirche hat uns Kardinal Meisner wieder einmal seine geistigen Ergüsse kund getan. Umringt von Rock- und UniformträgerInnen sowie Politprominenz angeführt vom Kölns OB Schramma sowie dem „Verteidigungs :lol: “-Minister Franz Josef Jung lief der Meisner zu geistiger Höchstform auf. Na ja, zumindest so weit, wie es seine ständige geistliche Umnachtung zu lies.
Es ist schon erstaunlich, welche „Qualifizierungsoffensive“ der Prediger des gottgefälligen Waffengewerbes den uniformierten Befehlsgebern und -empfängern Jahr um Jahr in seinen Predigten zuteil werden läßt. Waren sie letzthin noch „Brückenbauer“ in den Ländern, die sie, wie zum Beispiel Afghanistan, okkupieren, so sollen sie nun gleich das menschliche Herz verarzten.

Wenn sie nicht gerade mit Totenschädeln Fußball spielen.

Ein Frieden jenseits der Kirche oder auch nur in tolerierendem Zusammenleben mit anderen Glaubens- geschweige denn Unglaubenssystemen ist für den eifrigen Künder katholischen Absolutheitsanspruchs letztlich undenkbar. Konsequenterweise verbietet er ja auch, wie letzthin wieder, sogar die Harmlosigkeit sogenannter ökumenischer Gottesdienste.
Die schlimmste Teufelei in dieser Welt ist, das hämmert Meisner , in schönster Kirchentradition, den gläubigen Köpfen unaufhörlich ein und unterstrich es dieses Jahr vor den Soldaten und Offizieren mit dem Verweis auf den „Genossen im Antichrist“ nochmals beschwörend, jeder Gedanke daran, die Verhältnisse auf Erden, zum Beispiel die bestehende Verteilung von Reichtum und Macht, in irgendeiner Weise ändern zu wollen. Mithin ist jedwede Art von „Sozialismus“ in Meisners Theologie der Gipfelpunkt des Satanismus.

Ja, der Kardinal Meisner, immer mit seinen Gedanken im Mittelalter (ach, das waren noch Zeiten) ist schon ein mächtiger Führer seiner Herde. Komisch nur das seine Internetschäfchen, die originale Soldatenpredigt schon wieder von der Internetseite des Erzbistums Köln gelöscht haben.
Cartoon von Kostas Koufogiorgos

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