- Die Religion ist Opium für das Volk -
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Seelenfang per Biobrötchen – UL

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Das Universelle Leben (UL) zählt zweifellos zu den derzeit publizistisch aktivsten neureligiösen Gruppierungen. Selbst für kritische Beobachter wird es zunehmend schwer, den Überblick über die weit verzweigten Aktivitäten und zumeist antikirchlichen Initiativen zu behalten, die von Tierschutz, Anti-Jagd-Kampagnen und Biokost bis hin zu Meditations- und Heilungsangeboten reichen. Ging es in den Jahrzehnten zuvor noch um “Lehrprophetin” und “Gottesinstrument”, Klimakatastrophe, Gentechnologie, Verschwörungstheorien und Untergangsszenarien, so stehen jetzt Tierschutz, vegetarische Ernährung und Lifestyle-Accessoires in der publizistischen UL-Agenda ganz oben. Oberflächlich wird der sektiererische Hintergrund des UL kaum erkennbar.



Als Fazit bleibt: Tierschutz, vegetarische Ernährung und Lifestyle sind Bereiche, die der unbedarfte Leser nicht sofort mit einer umstrittenen religiösen Gruppierung in Verbindung bringt. Trotz Hochglanzformat, netter Tierfotos und der typisch “urchristlich”- barocken Wohnideen bleibt die sektenhafte Ideologie unterschwellig stets präsent.
Eine sehr gute Quelle was Informationen, Zusammenhänge, geschäftliche Verbindungen und Informationsaktivitäten des Universellen Lebens angeht ist die Internetseite der die evangelisch-lutherischen Pfarrei Michelrieth.

Links:
indymedia.org
UL-.tk
free-speech
maqi

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Keine Teufelsaustreibungen im Bistum Eichstädt

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exorzist.pngDas Bistum Eichstätt hat einem Ruhestandspriester weitere Exorzismen verboten. Der Mann hatte 1997 die Erlaubnis zur Teufelsaustreibung erhalten, 2005 war sie ihm entzogen worden. Gegen dies Verbot verstieß der Priester jedoch. Ein Bericht des Bayerischen Rundfunks hatte kürzlich die Exorzismus-Debatte in der katholischen Kirche neu entfacht. Das Erzbistum Paderborn räumte ein, einen bayerischen Exorzisten offiziell mit einer Teufelsaustreibung beauftragt zu haben. Es habe in den vergangenen Jahren drei Fälle von kirchlich begleitetem Exorzismus im Erzbistum gegeben, sagte ein Sprecher. Auch das Augsburger Ordinariat bestätigte nach Bekanntwerden der Fälle in Paderborn grundsätzlich Teufelsaustreibungen. Seit dem Prozess um die Teufelsaustreibung an Anneliese Michel vollziehen die deutschen Bischöfe auch nicht den Wunsch des Vatikan, jedes Bistum möge einen Exorzisten ausweisen. Begründung: es sei kein Bedarf da. Doch wird nach Aussagen verschiedener Beteiligter in Deutschland beinah täglich ein Exorzismus vollzogen, meist inoffiziell und ohne Wissen der Diözesen.
Es habe ein klärendes Gespräch von Generalvikar Johann Limbacher mit dem pensionierten Priester gegeben, teilte das Bistum mit. In diesem habe der Geistliche “ausdrücklich sein Bedauern” ausgesprochen, dass er einen Exorzismus gesprochen und damit das Verbot missachtet habe. Der Priester habe sich verpflichtet, in Zukunft weder einen Exorzismus noch Befreiungsgebete zu sprechen.

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Universität Eichstätt und kein Ende

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Der bisherige Kanzler Heydte wurde mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Grund seien Zweifel an seiner Arbeitsweise, teilte Bischof Hanke mit – der Kampf um mehr kirchlichen Einfluss an der Hochschule hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Hintergrund war der Streit um den früheren Topmanager Hemel, der im Januar mit zwölf Ja- und vier Neinstimmen zum Präsidenten gewählt wurde. Er scheiterte, weil der Vatikan die Unbedenklichkeitserklärung (“nihil obstat” – “nichts steht entgegen”) verweigerte. Heydte war im November 2006 unbefristet zum Kanzler bestellt worden. Offizielle Gründe wurden nun auch für seine sofortige Beurlaubung nicht genannt. Nur soviel ist bekannt: Nach Angaben des Bischöflichen Ordinariats soll es in der jüngsten Vergangenheit kirchenintern erhebliche Zweifel an der Transparenz der hochschulinternen Vorgänge gegeben haben. Der Vorsitzende der katholischen Bischöfe Bayerns, der Münchner Erzbischof Reinhard Marx, betonte, alle Oberhirten trügen die Entscheidungen Hankes voll mit. Hanke setze “wichtige Schritte für eine von uns allen gewünschte gute Zukunft unserer Hochschule”. Den Bischöfen gehe es um eine Profilierung und Weiterentwicklung der KU und eine bessere Positionierung. Die Ankündigung Hankes, den Einfluss der katholischen Kirche auf die Hochschule auszuweiten, hatten Studenten und Lehrende in den vergangenen Tagen scharf kritisiert. Der bisherige kommissarische Vorsitzende der Hochschulleitung, Stefan Schieren, hatte vor kurzem angekündigt, dieses Amt Ende Juni niederzulegen. Auch der Senatsvorsitzende Maximilian Fuchs war von seinem Amt zurückgetreten.

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