- Die Religion ist Opium für das Volk -
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Bischof Müller und das Ferkel

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Auch Bischöfe sollten bei der Wahrheit bleiben!
Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller hat sich in einer Predigt mit dem „Ferkelbuch” und seinem Autor befasst – und es dabei mit der Wahrheit nicht so genau genommen. Ende Mai predigte Bischof Müller auf dem „Nordgautag” über die „Wurzeln unserer Kultur” und kam dabei auch auf die „neue aggressive Gottlosigkeit” zu sprechen. Dabei kam er auf das Buch des Autors Michael Schmidt-Salomon zu sprechen. Um seine These „Wo Gott geleugnet wird, dort gibt es kein Recht für den Menschen, kein Recht auf Leben, kein Recht auf Selbstbestimmung” zu belegen, zeichnete er den humanistischen Philosophen als geistigen Amokläufer, der Gläubige als Schweine einstuft und Kindsmord befürwortet. Im Ferkelbuch, so der Regensburger Bischof, lasse Schmidt-Salomon „ein Schwein auftreten, das dann nach Gott fragt – als jüdischer Rabbi, als christlicher Bischof oder als ein moslemischer Geistlicher. Tatsächlich tritt das Ferkel nicht als Bischof usw. auf, sondern befragt die Repräsentanten jener drei Weltreligionen – und bleibt am Ende ungläubig. Die Anspielung auf die Bibel ist unverkennbar, ganzen Beitrag lesen… »

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Christlich gewerkschaftliche Nächstenliebe

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Christliche Gewerkschaften sollten sich im Zuge der Nächstenliebe doch für seine Mitglieder stark machen. Nicht so die Christliche Gewerkschaft für Postservice und Telekommunikation CGPT. Diese hat jetzt mit dem großen Postdienstleister TNT einen Tarifvertrag abgeschlossen und somit den Postmindestlohn unterlaufen. Der Vorsitzende der CGPT Ulrich Bösl (und Vorsitzender der CDU Wadersloh) hatte sich noch im Jahre 2007 gegen einen Lohn von 7,50€ vehement gewehrt. Tja jetzt hat er die 7,50€ unterschrieben, man muss halt für pragmatische Lösungen sein. Aber christliche Gewerkschaften sind ja dafür bekannt, das sie ihren Mitglieder nicht das schwarze unter dem Fingernagel gönnen. In seiner Stellungnahme zur Report-Sendung entkräftet er die Vorwürfe auch nicht mit aktuellen Argumenten, sonder hält die Kernaussage der Sendung für Quatsch.
O-Ton der Sendung:

Insider vermuten: Bösl habe sich schlicht als willfähriger Ansprechpartner eines großen Konzerns profilieren wollen. Wohl seine einzige Chance, um nicht in die völlige Bedeutungslosigkeit abzusinken. Umgekehrt hat TNT einen dankbaren Partner für weiteres Lohndumping gefunden.

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Erzbistum Köln räumt sexuellen Missbrauch durch Priester ein

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Das Erzbistum Köln hat per Kanzelabkündigung den sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch einen seiner Priester eingeräumt. In den 70er Jahren ist es in Bergisch Gladbach-Frankenforstoffenbar zu Fällen von sexuellem Mißbrauch durch einen Pfarrer gekommen. Die Hinweise, die für die Täterschaft des Pfarrers Gottfried Amberg (1955 bis 1993 Pfarrer in Refrath-Frankenforst) sprächen, seien «erdrückend». Eine abschließende Klärung der Vorfälle aus den 70er Jahren sei jedoch nicht möglich, da der Geistliche inzwischen verstorben ist. Im April hatte sich das Erzbistum in einer bisher einmaligen Form an die Öffentlichkeit gewandt. Ebenfalls per Kanzelabkündigung und Aushang wurden Missbrauchsopfer gesucht und Gespräche angeboten. Dem Aufruf vom April seien “einige Personen” gefolgt, “um seelsorgliche Hilfe bei der Aufarbeitung des Geschehenen zu suchen. Nach Abschluss aller Gespräche musste festgestellt werden, dass die Hinweise, die für eine Täterschaft sprechen, sehr erdrückend waren. Der Brief Schwaderlapps hängt seit Sonntag im Schaukasten der Gemeinde aus. Die Gemeinde St. Maria Königin bietet Ende August einen Gesprächsabend zum Thema “sexueller Missbrauch” an.

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Bischof der Bosse

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Die Evangelische Kirche lobt in ihrer neuen Denkschrift Unternehmer und rechtfertigt Entlassungen!
Hier haben sich zwei gesucht und offensichtlich gefunden: Die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) mit ihrem Ratsvorsitzenden Bischof Wolfgang Huber und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mit seinem Professor Gert G. Wagner. Huber trat in den letzten Jahren als Unterstützer von Gerhard Schröder in der Öffentlichkeit auf, hofierte die Unternehmensberater von McKinsey und verteidigte Hartz IV, während evangelische Einrichtungen wie die Diakonie von Niedriglöhnen und Ein-Euro-Jobs profitierten. Wagner wiederum forderte erst unlängst gemeinnützige Zwangsarbeit für alle Langzeitarbeitslosen. Anfang Juli legte die EKD eine neue Denkschrift vor, die den veränderten Kurs der evangelischen Führung untermauert. Titel: »Unternehmerisches Handeln in evangelischer Perspektive«. Mit einer gewissen Detailfreude widmet sich die Denkschrift der Aufgabe, theologische Einwände gegen Heuschrecken beiseite zu räumen. Und schließlich werden auch die Billiglöhne in kirchlichen Unternehmen gerechtfertigt. Nach der Veröffentlichung der EKD-Denkschrift ist wenig Protest aus den eigenen Reihen laut geworden. In der kommenden Ausgabe des Publik-Forums, einer Zeitschrift kritischer Christen, äußert sich immerhin Franz Segbers, Marburger Professor für Sozialethik, zu dem Papier. Huber habe noch vor wenigen Jahren den »Vorrang der Arbeit vor dem Kapital« eingefordert. Davon sei jetzt keine Rede mehr. Wenn der Staat wie in der Denkschrift darauf reduziert werde, »nur den Ordnungsrahmen für den Wettbewerb zu setzen, und dann an die Verantwortung des einzelnen Unternehmers appelliert« werde, gerate man »flugs in eine neoliberale Falle«, so Segbers.

Eine Einzelstimme? Sicher ist jedenfalls: Die Huber-EKD ist auf dem Weg, statt der Mühseligen und Beladenen die Reichen und Mächtigen ins Zentrum ihres Denkens zu stellen, weit vorangekommen.

Quelle: Junge Welt

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Papst entschuldigt sich für sexuellen Missbrauch

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wyd08.gifBenedikt XVI. wich überraschend von seinem Redemanuskript ab: In Sydney hat der Papst sich erstmals für den sexuellen Missbrauch von Kindern durch katholische Geistliche entschuldigt. Er bedaure die Leiden der Opfer, die Täter müssten vor Gericht gebracht werden. Auch bei seiner USA-Reise im April hatte der Papst bereits seine “Scham” über die Missbrauchsfälle in der dortigen Kirche ausgedrückt, sich aber nicht öffentlich entschuldigt. Nach Angaben der Opferschutzorganisation Broken Rites wurden in Australien bislang 107 Priester und andere Geistliche wegen sexueller Übergriffe verurteilt. Weitere Prozesse laufen noch. Broken Rites geht aber davon aus, dass die Justiz über weitere Fälle, von denen kirchliche Würdenträger Kenntnis haben, noch nicht informiert wurde. Auch dem Erzbischof von Sydney, Kardinal George Pell, wurde von mehreren Missbrauchsopfern vorgeworfen, er habe die Fälle vertuschen wollen. Zwei Tage vor Ankunft des Papstes in Australien ordnete er schließlich die Einsetzung einer Kommission ein, die die Vorwürfe gegen ihn unabhängig prüfen solle. Kritiker werfen der katholischen Kirche vor, sie wolle verhindern, dass Opferfälle polizeilich und gerichtlich verfolgt werden. Stattdessen versuche sie, im Vorfeld mit den Betroffenen Vereinbarungen zu treffen.

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