- Die Religion ist Opium für das Volk -
XHTML CSS RSS

Grüne in Bayern gegen das Konkordats

1 Kommentar »

Das hat im christkatholischen Bayern noch gefehlt: Die Grünen haben nicht nur vor einigen Wochen die Abschaffung von Kruzifixen und Kopftüchern in Klassenzimmern gefordert, jetzt wollen sie auch eine Neufassung des Konkordats mit dem Vatikan, das seit 1924 das Verhältnis zwischen Staat und Kirche regelt und Bayerns christlichen Charakter festlegt. Grünen-Sprecher Sepp Dürr begründete das mit der steigenden Zahl von Steuerzahlern, die aus der Kirche ausgetreten seien. Denen sei nicht weiter zuzumuten, dass sie gleichzeitig für die geistlichen Würdenträger weiterzahlen. „Das hat mit Religionsfeindlichkeit nichts zu tun“, sagte Dürr, aber es müsse diskutiert werden, ob die enge Koppelung der katholischen Kirche an den Staat noch zeitgemäß sei. 60 Millionen Euro jährlich bekommt die katholische Kirche, unter anderem für die Besoldung der Seelsorger, aber auch für Zuschüsse zur Bezahlung von Erzbischöfen, Bischöfen und Domkirchen. Spitzenverdiener unter den Bischöfen ist der Münchner Erzbischof Reinhard Marx mit 10.000 Euro monatlich. Der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) konterte und warf den Grünen einen weiteren “frontalen Angriff auf die christliche Leitkultur und die gläubigen Christen” in Bayern vor. Ralph Bollmann schreibt dazu folgerichtig in der TAZ:

Die Traditionen des protestantischen Staatskirchentums und der katholischen Fürstbistümer wirken bis heute fort! Herrschaftsformen, wie sie fast nur im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation praktiziert wurden. So ziehen staatliche Finanzämter mit hoheitlichen Zwangsmitteln die Beiträge für die christlichen Großkonfessionen ein. … Katholiken und Protestanten können sich mit Kindergärten und Schulen, Krankenhäusern und Altenheimen als soziale Wohltäter profilieren – die Rechnung begleicht der Staat.

FacebookTwitterEmail

Kündigung bei Kirchenaustritt

Keine Kommentare »

Das christliche Gewerkschaften ja dafür bekannt sind, das sie ihren Mitglieder nicht das schwarze unter dem Fingernagel gönnen. Jetzt hat das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz (LAG) in Mainz entschieden, die Kündigungsvorschrift des Kirchenrechts stehe nicht im Widerspruch zur Gewissens- und Glaubensfreiheit. Eine Pflegerin genießt keinen gesetzlichen Kündigungsschutz, wenn sie nach ihrem Kirchenaustritt ihren Arbeitsplatz in einem kirchlichen Alten- und Pflegeheim verliert. Der Arbeitgeber hatte der Klägerin gekündigt, nachdem sie aus der Kirche ausgetreten war. Die Frau machte nun geltend, das Grundgesetz garantiere auch das Recht, keiner Religionsgemeinschaft angehören zu müssen. Außerdem verbiete das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz jede Benachteiligung wegen des religiösen Bekenntnisses. Das LAG ließ sich von beiden Argumenten nicht überzeugen. Die Kirchen hätten das Recht, von ihren Mitarbeitern «ein loyales und aufrichtiges Verhalten» im Sinne ihres eigenen Selbstverständnisses verlangen zu können. Kirchenrechtlich zähle der Austritt zu den schwersten Vergehen gegen den Glauben und die Einheit der Kirche.
Kirchensumpf: Es lebe die Religionsfreiheit und die deutsche Rechtssprechung!

FacebookTwitterEmail

Aus den Tiefen des Spiegels

Keine Kommentare »

Kirchensumpf ist auf einen alten Artikel aus dem “Spiegel Wissen” aufmerksam geworden. Im Jahr 1983 ging der Militärische Abschirmdienst (MAD) Behauptungen nach, General Kießling sei homosexuell und verkehre in Homosexuellenlokalen. Diese Erkenntnisse beruhten unter anderem auf Ermittlungen der Kölner Kriminalpolizei. In den Kneipen „TomTom“ und „Café Wüsten“ identifizierten mehrere Personen das Foto von Kießling als „Günter oder Jürgen, auf jeden Fall etwas mit ü, von der Bundeswehr“. Die schillenden Zeuge des damaligen Verteidigungsministers Wörner waren der Kaufmann Udo J. Erlenhardt, der Versicherungsagent Gerhard August, der “Tom-Tom”-Büffetier Micha Lindhahr und dessen Chef Hans-Albert Wichert. In diesem alten Bericht aus dem Jahre 1983 werden die Zeugen noch einmal ausführlich beleuchtet. Nachdem klar wurde, dass die Behauptungen gegenüber Kießling nicht beweisbar waren, wurde die Affäre durch das Eingreifen vom damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl noch im Jahr 1984 beendet: Kießling wurde für kurze Zeit wieder in den aktiven Dienst und unmittelbar danach ehrenhaft mit dem Großen Zapfenstreich in den Ruhestand versetzt. Der damalige Verteidigungsminister Wörner wurde unmittelbar danach der “der Lächerlichkeit preisgegeben“.

FacebookTwitterEmail

Bischöfe im Mittelalter

Keine Kommentare »

Das die katholische Kirche sich nach wie vor im Mittelalter befindet, haben wir ja schon hinreichend bewiesen. Den neuesten Beweis liefert der Limburger Bischof Tebartz-van Elst. Dieser hat den Wetzlarer Bezirksdekan Peter Kollas suspendiert. Der 55-Jährige ist seit 1996 im Amt und vertritt als Bezirksdekan den Bischof im Kirchenbezirk Wetzlar. Sein Frevel: Er hat ein schwules Paar nach dessen standesamtlicher Trauung gesegnet. Die Katholische Lehre lasse eine Segnung homosexueller Lebensgemeinschaften nicht zu. Nach der Zeremonie habe es Proteste von Katholiken, aber auch evangelischen Christen gegeben. Jeder Gläubige sei “verpflichtet, gegen die rechtliche Anerkennung homosexueller Lebensgemeinschaften Einspruch zu erheben”. Die Kirche sehe sich verpflichtet, für Homosexuelle “angemessene Formen der Seelsorge zu suchen”. Um “weiteren Schaden” abzuwenden, habe man den Bezirksdekan abberufen.
Nicht die Segnung eines schwulen Paares, sondern das jahrzehntelange Vertuschen von Missbrauchsfällen durch pädophile Priester hätte der Kirche schwer geschadet! äußerte der Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck.

FacebookTwitterEmail

Die Finanzquellen des Dalai Lama

Keine Kommentare »

Angesichts der vielen “Pro Tibet” Aktionen im Vorfeld der Olympischen Spiele und das hohe Ansehen des Dalai Lama in der westlichen Welt ist das gerade verlegte Buch von Colin Goldner “Dalai Lama. Fall eines Gottkönigs” mal eine gute Quelle eine andere Seite des tibetischen Führers kennen zulernen. Wir haben ja schon mal darüber berichtet, das in der Biographie des Dalai Lama, gerne mal tiefgründige Informationen verschwiegen werden. Dabei zeigt Goldner , dass das im Westen vorherrschende Bild von Tibet und dem Buddhismus stark idealisiert ist. Auch das Bild des friedfertigen, weisheitsorientierten Buddhismus erhält einige schwere Kratzer, denn durch die Geschichte des Lamaismus zieht sich eine Blutspur, die Dämonologie kann es locker mit der katholischen aufnehmen und die Rolle der Frau läßt sich nur als erniedrigend beschreiben. Die Äußerungen des Dalai Lama zeugen von absolutem Unverständnis für die am Ende des 20. Jahrhunderts anstehenden Fragen, seine “Weisheiten” entpuppen sich als nichtssagende, teilweise sogar peinliche Allgemeinplätze; vielfach sind die Äußerungen “Seiner Heiligkeit” durchzogen von bedenklich rechtslastigem Gedankengut. Auf der Internetseite des hdp.de ist ein sehr schöner Beitrag “Die Finanziers des Dalai Lama” erschienen. Über die Finanzierung des Dalai Lama durch die CIA in den frühen 50ziger Jahren bis hin zu den Finanzierungen durch die US-Organisation NED (National Endowment for Democracy) die unter Ronald Reagen 1983 ins Leben gerufen wurde. Alles in allem, wird hier mal kritisch hinterfragt, ob das hohe Ansehen des Dalai Lama in der westlichen Welt wirklich gerechtfertigt ist.

FacebookTwitterEmail

Seite 1 von 3123