Eine Zeugin Jehovas ist in einem Krankenhaus in Lich gestorben. Sie hätte dringend eine Bluttransfusion gebraucht, doch das ließ ihr Glaube nicht zu. Eigentlich wäre der 29-Jährigen aus Wetzlar medizinisch einfach zu helfen gewesen. Eine Bluttransfusion hätte ihr das Leben gerettet. Doch sie sträubte sich dagegen, weil das ihre Religion verbietet. Die Frau war im vierten Monat schwanger und wurde Anfang Juli in der Asklepios-Klinik Lich mit starken Blutungen eingeliefert worden. “Die Ärzte wollten Blut geben, aber der anwesende Ehemann sowie die Frau haben die Gabe von Blut aus religiösen Gründen verweigert”, sagte Staatsanwalt Reinhard Hübner. Der Ehemann habe auf die Patientenverfügung gepocht. Darin hat die Frau vermerkt, dass sie Transfusionen ablehne. Die Ärzte hätten sich daran gehalten. Am nächsten Tag starb die Frau. Die Mutter der Verstorbenen hat jetzt den Klinik-Arzt und den eigenen Schwiegersohn wegen unterlassener Hilfeleistung angezeigt. Das Kind der Schwangeren sei nach derzeitigen Erkenntnissen nicht mehr zu retten gewesen, sagte ein Behördensprecher. Nachdem sie die Transfusion abgelehnt habe, habe sich der Zustand der Frau von Stunde zu Stunde verschlechtert. Zuerst sei der Fötus gestorben, dann habe die Frau das Bewusstsein verloren. Die Ärzte hätten vergeblich versucht, das Leben ihrer Patientin mit Blutersatzstoffen zu retten.

Kirchensumpf: Ob die Frau wohl ein Testament zu Gunsten der Wachturm-Gesellschaft hinterlegt hat?

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