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Umstrittene KPE Gruppe im Biberacher Schulkalender

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Für Verdruss sorgt in der Seelsorgeeinheit St. Benedikt die Aufnahme der örtlichen Gruppe der Katholische Pfadfinderschaft Europas (KPE) in den Biberacher Schülerkalender „Wir leben hier”. Die KPE ist umstritten, Dekan Sigmund Schänzle stuft ihre Jugendarbeit als fragwürdig ein. Die Kreisjugendreferentin Gertraud Koch, verantwortlich für den Biberacher Schülerkalender, erklärte auf Nachfrage, sie habe beim Sichten der KPE-Fotos keinerlei Verdacht gehegt, dass es sich hier um eine umstrittene Gruppierung halten könnte. Kritikpunkte an der KPE sind vor allem die Formen der Glaubensvermittlung, die Zusammenarbeit mit katholisch-fundamentalistischen Gruppen und das Abschotten von der restlichen Umwelt. So betont Dekan Sigmund Schänzle, dass es in der Seelsorgeeinheit St. Benedikt in den vergangenen Jahren immer wieder Schnittpunkte mit der KPE gegeben habe. So wollte die Ochsenhauser Gruppierung unter seinem Vorgänger eine Messe in lateinischem Ritus, was Pfarrer Nohanowitsch strikt abgelehnt habe. Die spezielle spirituelle Ausprägung gipfele darin, die Jugendlichen zuhause nicht erzählen sollen, was in den Gruppenstunden besprochen werde und dass Eltern unter Druck gesetzt werden, wenn sie ihre Kinder abmelden. Auf Anfrage von Dekan Schänzle namens des Kirchengemeinderats teilte ihm Weihbischof Thomas Maria Renz Mitte im Auftrag von Bischof Dr. Gebhard Fürst Mitte Mai schriftlich mit, dass laut einer gemeinsamen schriftlichen Absprache der beiden Diözesen Freiburg und Rottenburg keine KPE-Gruppe eine kirchliche’ Anerkennung erhalten haben, „und eine solche auch künftig nicht erteilt wird.” Über die Machenschaften der Katholischen Pfadfinderschaft Europas (KPE) schrieb die Süddeutsche Zeitung schon im Jahre 1995:

Die Katholische Pfadfinderschaft Europas ist fest eingebunden in ein Netz fundamentalistischer Gruppierungen. Dazu gehören neben dem Engelwerk der frömmelnde „Freundeskreis Maria Goreti”, „Radio Maria”, die „Bewegung für das Leben” und der „Verein zur Förderung des Apostolats Mariens”. Der Chefredakteur der KPE-Zeitung Pfadfinder Mariens, Claus Peter Clausen, gibt in eigener Regie den „Schwarzen Brief” zu kirchlichen und politischen Themen heraus.

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Islamist gesteht Sex mit 14-Jähriger

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Die Türkei kocht, weil ein bekannter Kolumnist es für unbedenklich hält, Sex mit einer 14-Jährigen gehabt zu haben. «Vakit» ist die Zeitung der türkischen Islamisten: ein kleines Blatt mit einer Auflage von etwa 50’000, das sich in frommer Selbstüberschätzung gerne zum «Albtraum der Ungläubigen» erklärt. In Deutschland ist «Vakit» verboten, wegen Antisemitismus. «Vakit»-Kolumnist Hüseyin Üzmez ist die graue Eminenz unter den islamistischen Schreibern, ein Mann, der seine Karriere vor mehr als 50 Jahren begonnen hat mit einem Mordanschlag auf einen liberalen Journalisten. Beendet hat er sie im April diesen Jahres. Da zeigte ein 14-jähriges Mädchen den 76-Jährigen an wegen sexuellen Missbrauchs. Jetzt kocht das Land erneut. Denn Ende letzter Woche erfuhr die erstaunte Öffentlichkeit, dass Üzmez aus der Untersuchungshaft entlassen wurde. Der Anlass: eine medizinische Untersuchung, die ergab, dass das Mädchen «körperlich und seelisch keine Schäden davongetragen» habe. Die erste, die schockiert protestierte, war Familienministerin Nimet Cubukcu. Dann taten sich die Frauen der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP in einem seltenen Akt der Unabhängigkeit zusammen und legten einen Gesetzesentwurf vor, in dem sie eine Verschärfung der Strafen für sexuellen Missbrauch forderten. Später wurde bekannt, dass das Attest an nur einem Tag angefertigt worden war und bei der Befragung der 14-Jährigen nicht einmal ein Kinderpsychologe anwesend gewesen war. Der eigentliche Sturm aber brach nach der Freilassung los. Hüseyin Üzmez stritt gar nicht ab, mit dem Mädchen geschlafen zu haben. Stattdessen marschierte der Greis direkt in die Fernsehstudios, um seine Sicht der Dinge darzulegen. Zur Frage der Minderjährigkeit meinte er, im Islam gelte jedes Mädchen, das menstruiere, als erwachsen. Ali Bardakoglu hat sich zu Wort gemeldet, der renommierte Theologe und Direktor des staatlichen Religionsamtes: Er nennt Üzmez’ Berufung auf den Islam «eine Schande».

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Steuergelder für Opus Dei

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[Update] Einen sehr guten Überblick über die Struktur der Organisation Opus Dei und weitere Sympathisanten oder Mitglieder des Opus Dei aus Deutschland finden sie auf der Bornpower-Webseite.

Entwicklungshilfe der besonderen Art: Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit gibt Millionen Euro an eine Stiftung, die dem katholischen Geheimbund Opus Dei nahe steht. In Berlin will man davon nichts gewusst haben. Wenn es ums Geld geht, wird beim Opus Dei mit größter Diskretion agiert – anders ist kaum zu erklären, dass ausgerechnet das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Projekte fördert, die unter deeren Einfluss steht. Mehr als 1,3 Millionen Euro Steuergelder hat das von Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) geführte BMZ seit dem Jahr 2000 für stramm religiöse, auch vom Opus Dei unterstützte Projekte in Afrika und Lateinamerika spendiert. Auch in den Jahren davor flossen bereits Millionen. Dabei steht die Gruppierung permanent unter Sektenverdacht. Ex-Mitglieder berichten von fast paramilitärischen internen Regeln und den erzkonservativen Grundsätzen. Die BMZ-Gelder flossen an einen Verein mit einem harmlosen Namen: an die Rhein-Donau-Stiftung mit Sitz in München. Der Buchautor und anerkannte Opus-Dei-Experte Peter Hertel hat festgestellt, dass die Rhein-Donau-Stiftung vor allem für solche Projekte Bundesmittel beantragte, die den Einfluss des Geheimbundes in für ihn wichtigen Erdregionen voranbringen. Die Rhein-Donau-Stiftung hat in Berlin einen eifrigen Lobbyisten. Präsident des Vereins ist der CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis, stets zur Stelle, die christlichen Wurzeln des Abendlandes zu verteidigen. Norbert Geis ist seit April 2008 ordentliches Mitglied im Bundestags-Ausschuss für “Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung”, der über die Förderung von Entwicklungshilfeprojekten berät. Auf seiner Bundestagswebseite steht bis heute nichts von seiner Funktion in der Rhein-Donau-Stiftung.

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Priester unter Kinderpornografieverdacht

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Die Ermittlungen laufen seit Anfang 2008: Ein 37-jähriger katholischer Priester aus dem Bistum Trier und aus der dortigen Verbandsgemeinde Arzfeld soll sich kinderpornografische Bilder aus dem Internet geladen haben, bestätigte der Saarbrücker Staatsanwalt Bernd Meiners. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken war nach einem Hinweis des Bundeskriminalamtes auf den Geistlichen aufmerksam geworden. Die Taten sollen mehr als ein Jahr zurückliegen. Noch seien die Ermittlungen in dem Verfahren, das seit Anfang 2008 laufe, nicht abgeschlossen. Der 37-Jährige war zuvor 4 Jahre Priester im saarländischen Völklingen und wurde dann in die Eifel versetzt. Unterdessen wurde der Pfarrer vom Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker am 29. Oktober beurlaubt und aus seiner Gemeinde versetzt. In der betroffenen Pfarrei wurden die Gläubigen offenbar im Unklaren gelassen, warum ihr Pastor plötzlich keine Gottesdienste mehr hält. “Uns wurde gesagt, das habe psychische Gründe”, sagte der Großkampenberger Ortsbürgermeister Herbert Heinz.

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Kapuzinerpriester unter Pädophilieverdacht

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Der Fall des Kapuzinerpriesters, der gestanden hat, 1992 seinen eigenen Neffen missbraucht zu haben, ist weit gravierender als bisher bekannt. Die Freiburger Justiz verdächtigt ihn, sich während fast 40 Jahren an 24 Knaben in der Schweiz und Frankreich vergangen zu haben. Der Fall des Kapuziners wurde im Januar dieses Jahres bekannt, nachdem die französischen Behörden den jurassischen Generalstaatsanwalt ersucht hatten, den Mönch einzuvernehmen. Der Kapuziner lebte damals im Kanton Jura. Der heute 68-jährige Kapuziner werde sich in der Schweiz oder Frankreich vor Gericht verantworten müssen, sagte die Freiburger Untersuchungsrichterin Yvonne Gendre in Freiburg vor den Medien. Sie präsentierte die Resultate ihrer Ermittlungen gegen mehrere der Pädophilie verdächtigte Priester. Die Staatsanwaltschaft von Grenoble (F) werde in Kürze die Akten erhalten, sagte Gendre weiter. Die französische Justiz sei zuständig, weil der Kapuziner die nicht verjährten Fälle im Schweizer Nachbarland begangen habe. Nach der Einvernahme des Kapuziners sei die Zahl auf 22 gestiegen. Zwei weitere Verdachtsfälle habe eine nach Bekanntwerden der Pädophiliefälle eingesetzte Kommission des Bistums Lausanne-Genf-Freiburg gemeldet. Der Kapuziner soll sich erstmals im Jahr 1958 an einem Knaben vergangen haben. Damals studierte er in einem Walliser Internat. Der letzte Missbrauch soll 1995 in Frankreich begangen worden sein. Strafrechtlich verfolgt werden kann nur ein einziger Fall, der sich 1995 in Frankreich in der Region Grenoble ereignet haben soll.

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