- Die Religion ist Opium für das Volk -
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Nachweihnachtlicher Buchtipp

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Wer zu Weihnachten einen Buchgutschein bekommen hat, für den haben wir noch einen Tipp:

Korrupte Medizin

Hans Weiss
Korrupte Medizin
Ärtzte als Komplizen der Konzerne
Kiepenheuer & Witsch
256 Seiten
ISBN: 3-4620-4037-5, 18,95 Euro
Günter Wallraff lässt grüßen! Wie Ärzte sich bestechen lassen – Korruption im Gesundheitswesen. Ein Journalist wechselt seine Identität und geht in die Pharmaindustrie. Erschreckendes Resultat seiner Recherchen: Die Medizin steht unter der Kontrolle der großen Pharmakonzerne. Und zahlreiche Spitzenmediziner machen sich zu Komplizen. Der Autor absolviert eine sechsmonatige Ausbildung zum Pharmavertreter und gründet – auf dem Papier – eine Beratungsfirma für die Arzneimittelindustrie. Damit baut er sich über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren eine respektable Identität als Pharma-Consultant auf, nimmt an brancheninternen Symposien teil, erhält Zugang zu geheimen Marketingdokumenten, kauft brisante geheime Studien und wird begehrter Gesprächspartner von Klinikchefs. Warum sind Medikamente so teuer? Weil so viel in die Entwicklung und Erforschung von neuen Medikamenten investiert wird, die allen Patienten zugute kommen! So die Antwort der Pharmaindustrie. Tatsächlich wird intern ungeniert kritisiert, dass es mit der Innovationskraft der Industrie nicht weit her ist. Was unter “Forschung und Entwicklung” verbucht wird, sind meist Marketingmaßnahmen, die nur den Zweck haben, den Gewinn der Konzerne zu erhöhen. Die Pharmaindustrie beschäftigt ein ganzes Heer von Marktforschern und Informanten, die ständig untersuchen, wie häufig Medikamente verschrieben werden, welcher Umsatz damit erzielt wird, warum Ärzte bestimmte Medikamente verschreiben und andere nicht, welche Wirkung Pharmavertreter auf die Zahl der Verschreibungen haben. Ohne die aktive Mithilfe von Ärzten wäre das alles nicht möglich.

Wer durch den ZDF-Beitrag “Das Pharma-Kartell” noch nicht ganz überzeugt wurde, der kann hier noch tiefer in die Materie einsteigen und ein Lehrbeispiel von Lobbyismus erleben.

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Steinmeiers Kaffeekränzchen

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Der SPD-Kanzlerkandidat, Freund des rechten Flügels in der SPD und Mitarchitekt der Agenda 2010 Frank-Walter Steinmeier will zwischen der Kirche und Wirtschaft vermitteln, oder er muss sogar, denn der amerikanische Arm reicht auch bis in die SPD. Die Bischöfe hatten in ihren Weihnachtsbotschaften teilweise heftige Kapitalismuskritik geübt. Insbesondere der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Bischof Wolfgang Huber, zog sich dabei mit persönlichen Angriffen auf den Vorstandschef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, den Zorn des Geldhauses zu. Das von Ackermann ausgegebene Renditeziel von 25 Prozent sei eine Form des Götzendienstes und erinnere ihn an den Tanz ums Goldene Kalb, hatte Huber erklärt. Gerade in der Weihnachtszeit möchte die Kirche ungern an christliche Gewerkschaften, die spielend den gesetzlichen Mindeslohn unterlaufen, erinnert werden. Und da zeigt man lieber mit knöchernden Finger auf andere. Aber im Wahljahr 2009 ist gerade Kapitalismuskritik Gift für die Stimmenanzahl. Die jahrtausendalte Tradition , dass die Kirche schon immer die Mächtigen unterstützt hat, das eigenen Volk bis auf Blut (Harz IV) auszubeuten, darf nicht unterbrochen werden. Und somit wird man im Januar einmal schön bei Herrn Steinmeier Kaffee trinken und sich gegenseitig auf die Schultern hauen, wie schön man wieder die Schäfchen eingelullt hat.

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Papst-Rede hetzerisch

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Das Image von Papst Ratzinger als “Rotweiler” hält sich ja schon eine Weile. Und gegen Homosexuelle konnte der Vatikan noch nie leiden. So hat Papst Benedikt XVI. hat mit seiner Ansprache vor der vatikanischen Kurie auch zu diesem Weihnachten Kritik bei Homosexuellen-Verbänden hervorgerufen. Das katholische Kirchenoberhaupt hatte am Montag dazu aufgerufen, parallel zum Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen “auch den Menschen vor seiner eigenen Vernichtung zu schützen”. Die “Ökologie des Menschen” basiere auf dem Respekt der menschlichen Natur und der Zweigeschlechtlichkeit, betonte Benedikt. Der Papst setzte sich besonders mit der Gender-Theorie auseinander, nach der die Zuordnung von weiblichen und männlichen Rollen weitgehend gesellschaftlich bestimmt und nicht von der Natur vorgegeben ist. Sowohl die britische Theologin Ferguson als auch der deutsche Grünen-Politiker Beck warfen dem Papst vor, derartige Äußerungen stachelten zum “Hass gegen Homosexuelle” und zu deren Verfolgung auf. Der Vorsitzende der Vereinigung “Inclusive Church” in England, Giles Fraser, erklärte, der Papst verbreite mit seinen Worten “die Furcht, dass die Homosexuellen den Planeten bedrohen”.

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Die armen Katholiken

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Da wir uns ja wieder der beschaulichen Weihnachtszeit nähern, und sogar FDP-Mitglieder fleißiger zu Weihnachten in die Kirche gehen, als CDU-Mitglieder, wollen wir doch noch mal auf schöne Beiträge aus dem TAMMOX-Blog aufmerksam machen. Einerseits war früher für die Kirche mit ihren Lehren, Geboten und Verboten alles viel einfacher und vielen Kirchengängern sind die katholischen Bräuche nicht mal geläufig. Und auch beim Skepticker wird sich Gedanken über Weihnachten gemacht.

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Amerikanische Diözese zahlt schon wieder

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Im Skandal um die sexuelle Misshandlung von Jugendlichen durch Geistliche in den USA ist abermals eine hohe Entschädigung vereinbart worden. Die Erzdiözese von Chicago erklärte sich nach eigenen Angaben am Donnerstag bereit, fast 1,4 Millionen Dollar (knapp eine Million Euro) an einen Mann zu zahlen, der als Junge von einem Priester missbraucht worden sein soll. Der Vorfall soll 1987 begonnen haben, als das Opfer 13 Jahre alt war, und sich bis 1992 hingezogen haben. Der Priester wurde bislang nicht zur Rechenschaft gezogen und hat das Opfer wegen Verleumdung verklagt. Er befindet sich noch im Amt, obwohl die Verantwortlichen der Diözese von seinen Vergehen gewusst haben sollen, wie aus Dokumenten hervorgeht. Am Mittwoch hatte sich die Erzdiözese von Chicago bereits mit dem Opfer eines anderen Geistlichen auf eine Entschädigungssumme von 1,2 Millionen Dollar geeinigt. Die amerikanischen Diözesen haben nach rund 250 Missbrauchsvorwürfen in den vergangenen drei Jahrzehnten schon 198 Millionen Dollar gezahlt.

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