- Die Religion ist Opium für das Volk -
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Wird die katholische Kirche zur Sekte?

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Der für sein Lebenswerk mit dem “Preis für Zivilcourage” des Düsseldorfer Freundeskreises Heinrich Heines ausgezeichnete schweizerische Theologe Hans Küng sieht die Kirche zur Sekte werden. Papst Benedikt XVI. vertrete die Idee einer „kleinen Herde“, sagte Küng der französischen Tageszeitung „Le Monde“. Das gleiche ein wenig der Erwartung einer elitären Kirche, die vielleicht aus weniger, aber „wahren Katholiken“ bestehe. Nicht umsonst erklärte der Papst die katholische Kirche zur “einzig wahren Kirche Christi” und löste damit eine Verstimmung in evangelischen Kreisen aus. Der Theologe Hans Küng ist der erste bekannte Geistliche der öffentlich und grundsätzlich, die Unfehlbarkeit des Papstes, das kirchliche Verbot der Empfängnisverhütung und der Abtreibung und die Zölibatsverpflichtung, in Frage stellt. Gleichzeitig ist er in der andauenden Krise um den PIUS-Bruder und Holocaust-Leugner Williamson der größte Kritiker des Vatikans.
Typische und völlig inhaltslose Reaktion aus dem Vatikan in einem Interview des Kardinalsdekan Angelo Sodano mit Radio Vatikan:

„Das hat uns innerlich verletzt, dieses Interview zu lesen. Sollte Küng richtig wiedergegeben worden sein, dann müsse man dazu sagen, dass es sich um allgemeine und nicht bewiesene Behauptungen handele.“

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Holocaustleugner Williamson zeigt Nerven

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Der als Leiter von Priesterseminar der PIUS-Brüderschaft in Argentinien abgesetzte und aus dem Land gewiesene PIUS-Bruder und Holocaustleugner Richard Williamson hat auf dem Flughafen von Buenos Aires am Dienstag den TV-Reporter Norberto Dupesso von der argentinieschen Fernsehanstalt TN bedroht. Offenbar hatte sich der Geistliche gedacht, unerkannt die Abfertigungshalle durchqueren zu können. Als der TV-Reporter aber nicht locker lässt, verliert Williamson die Kontrolle, dreht sich um und droht dem Mann mit der Faust.


Kirchensumpf: Vielleicht wollte der Richard Williamson dem Mann aber auch nur den Segen erteilen und hat sich in der handlichen Geste vertan. Sowas soll in der Aufregung schon mal vorkommen. Es ist halt nicht leicht, das sonnige Argentinien für immer zu verlassen und zu wissen, das man in das regnerische und graue England reisen muss. Eine Sonnenbrille wird er dort wohl eher selten brauchen!

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Angebliche Pleite wegen Kindesmissbrauch

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Der Jesuitenorden zieht die juristische Notbremse: Als Reaktion auf Dutzende Klagen gegen Priester wegen sexuellen Missbrauchs haben Jesuiten in den USA Gläubigerschutz beantragt. Gläubigerschutz schützt aber in den USA nicht die Gläubiger, NEIN den Schuldner:

In den USA können insolvente Unternehmen Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragen. Die Folge: Der Aktienkurs stürzt in solchen Fällen ins Bodenlose. Doch die Firmen können ihre Sanierung immerhin unbehelligt von Forderungen der Geldgeber in Angriff nehmen.

Durch den Gläubigerschutz braucht man den Missbrauchsopfer entweder gar keine oder nur geringe finanzielle Entschädigungen zahlen. Die Jesuiten mit mehr als 18000 Mitglieder in 125 Ländern der Welt können jetzt also weiter ungestraft sexuellen Missbrauch treiben. Wenn die Kirche schon nicht auf ihre Priester aufpassen kann, dann doch wenigstens auf ihr Geld.
Duckhome hat hier richtig erkannt: “Es kann nicht angehen, dass überall auf der Welt Missbrauchstäter mit Sicherungsverwahrung und hohen Auflagen bestraft werden, während eine ständige Nachzucht und Ausbildung solcher Täter im Rahmen einer Religionsgemeinschaft geschützt wird.
Auch in Deutschland werden pädophile Priester immer noch der irdischen Gerechtigkeit entzogen, indem man sie für ein Jahr beurlaubt und dann still und leise in eine andere Gemeinde versetzt.

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Bekannteste Sekten-Bekämpferin in Deutschland will aufhören

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Die bekannteste Sekten-Bekämpferin Deutschlands, Ursula Caberta, will aufhören. Die Leiterin der Arbeitsgruppe Scientology der Hamburger Innenbehörde hat sich um eine neue Aufgabe in der Sozialbehörde beworben. Caberta soll verärgert über mangelnde Unterstützung ihrer Vorgesetzten und über akute Personalnot sein. Die Hamburger Innenbehörde hat bestätigt, dass die Sektenbeauftragte um eine Versetzung gebeten habe. Scientology wird es freuen, leitete doch Frau Caberta in Deutschland die einzige staatliche Beratungsstelle ihrer Art, für Scientology-Aussteiger. Frau Caberta ist auch Autorin des “Schwarzbuches Scientology”. Scientlogy versuchte stets, die Aufklärungsarbeit Cabertas zu behindern und mit teils juristischen Mitteln gegen die Hamburger Verwaltung vorzugehen. Das Geld kann sich Scientology jetzt sparen und in andere “soziale” Projekte stecken, wie “Narconon” ein Verein, der vorgibt, Drogenmissbrauch zu bekämpfen, “Criminon”, kümmert sich angeblich um ehemalige Kriminelle und “Professionelles Lernen” bietet fadenscheinig Schülerhilfe an.
Die ARD Dokumentation “Hirnwäscher – wie gefährlich ist Scientology” zeigt, das Scientology eben keine Kirche ist, sondern seine Mitglieder massiv unter Druck setzt.



 

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Der braune Pastor

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Am »Fall« des Hiddenseer Pastors Arnold Gustavs (1875-1956) führt die Dokumentation vor Augen, wie die evangelische Kirche in Pommern den NS-Staat stützte und wie pommersche Pastoren NS-Ideologie in ihre Gemeinden trugen. Gerd Richardt hat über den Autor Owe Gustavs und seine Recherchen zum Buch ein sehr gutes Essay geschrieben.

Owe Gustavs
Reichsgottesdienst auf Hiddensee 1933 -1945
Gustavs Inselpastor im Dritten Reich
Verlag Lexxion
456 Seiten
ISBN: 978-3939804413, 29,80 Euro
Dokumentiert werden im ersten Teil des Buches die Haltung von Arnold Gustavs und anderen (pommerschen) Kirchenleuten zum Ersten Weltkrieg, zur Revolution 1918 und zur Weimarer Republik, Arnold Gustavs bis Schweden reichende (kirchen-) politische Aktivitäten 1933-1945 sowie das Bestreben der Pommerschen Evangelischen Kirche auf Hiddensee, ihre NS-Vergangenheit zu vertuschen. Der zweite Teil des Buches belegt am Beispiel von drei pommerschen Kirchenblättern (Evangel. Gemeindeblatt für Stralsund, Der Bote für die Pommersche Frauenhilfe, Rügensches Kirchenblatt ) und einem überregionalen Jahrbuch, wie die evangelische Sonntagspresse und andere evangelische Periodika das Kirchenvolk im Glauben an den Nationalsozialismus und den »Führer« bestärkten und zur »Loyalität« gegenüber dem NS-Staat anhielten. Das Buch soll die längst fällige öffentliche Diskussion über das Zusammenwirken der pommerschen Kirche mit dem NS-Regime in Gang bringen.Am Fall des Hiddenseer Pastors Arnold Gustavs (1875 1956) führt die Dokumentation vor Augen, wie die evangelische Kirche in Pommern den NS-Staat stützte und wie pommersche Pastoren NS-Ideologie in ihre Gemeinden trugen.

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