- Die Religion ist Opium für das Volk -
XHTML CSS RSS

Ist der Vatikan radikal?

Keine Kommentare »

[Update 15.02.2009] Der ultrakonservative österreichische Priester Gerhard Wagner hat auf das Amt als Weihbischof von Linz verzichtet. Der 54-jährige Wagner, der von Papst Benedikt XVI. gegen den Willen der meisten Bischöfe ernannt worden war, bat den Vatikan nach eigenen Angaben, seine Ernennung zurückzunehmen. Liberale Pfarrer in Oberösterreich wollten in der kommenden Woche eine Art katholisches «Volksbegehren» gegen Wagner starten. Die Zahl der Kirchenaustritte war seit seiner Ernennung zum Teil um das Vierfache gestiegen.

Eine neuerliche umstrittende Personalentscheidung des Papstes mach die Runde. Benedikt XVI. ernannte den ultrakonservativen österreichischen Priester Gerhard Wagner zum neuen Weihbischof der Diözese Linz. Der 54-Jährige, der bislang in der Gemeinde Windischgarsten tätig war, war 2005 mit einer Bemerkung über den Hurrikan Katrina aufgefallen, der schwere Schäden in der US-Grossstadt New Orleans angerichtet und zahlreiche Menschen das Leben gekostet hatte. Dies sei eine Strafe für die Sünden in New Orleans, erklärte Wagner damals laut einer Meldung des katholischen Nachrichtendienstes Kath.net. Dort seien nicht nur Nachtclubs und Bordelle, sondern auch Abtreibungskliniken zerstört worden. Österreichische Medien berichteten, Wagner habe auch die «Harry Potter»-Bücher verurteilt, weil sie Zauberei verherrlichten.
Der Ratzinger bestätigt hiermit die erzkonservative Haltung des Vatikans. Toleranz gegenüber anderen Religionen, Bevölkerungsgruppen und Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit, ist dem Vatikan völlig fremd. Kirchensumpf ist schon auf die neuen Verteidigungen des deutschen Bischofes Müller gespannt.

FacebookTwitterEmail

3 Jahre Haft für einen früheren Priester in den USA

Keine Kommentare »

Wege sexueller Misshandlung eines Jungen ist ein früherer Priester in Kalifornien zu drei Jahren Haft verurteilt. Der heute 70-jährige Katholik räumte vor dem Gericht in San Fernando ein, den Jungen vor gut 20 Jahren erstmals missbraucht zu haben, als dieser erst neun Jahre alt war. Er gestand auch sexuelle Übergriffe auf vier weitere Jungen. Das Urteil vom Freitag erfolgte vor dem Hintergrund einer Serie von ähnlichen Fällen in der Erzdiözese von Los Angeles. Diese einigte sich 2007 mit mehr als 500 mutmaßlichen Missbrauchsopfern auf eine Entschädigung von insgesamt 660 Millionen Dollar (512 Millionen Euro), was als Rekordsumme gilt. Grundlage waren Anschuldigungen, wonach die Kirche einschlägige Vorwürfe gegen Priester lange Zeit ignoriert hatte – so auch im jetzigen Fall. Die wenigsten Fälle landen vor Gericht, weil die katholische Kirche in den USA bisher immer versucht hat sich außergerichtlich zu einigen, um nicht in die Schlagzeilen zu gelangen.

FacebookTwitterEmail