Der für sein Lebenswerk mit dem “Preis für Zivilcourage” des Düsseldorfer Freundeskreises Heinrich Heines ausgezeichnete schweizerische Theologe Hans Küng sieht die Kirche zur Sekte werden. Papst Benedikt XVI. vertrete die Idee einer „kleinen Herde“, sagte Küng der französischen Tageszeitung „Le Monde“. Das gleiche ein wenig der Erwartung einer elitären Kirche, die vielleicht aus weniger, aber „wahren Katholiken“ bestehe. Nicht umsonst erklärte der Papst die katholische Kirche zur “einzig wahren Kirche Christi” und löste damit eine Verstimmung in evangelischen Kreisen aus. Der Theologe Hans Küng ist der erste bekannte Geistliche der öffentlich und grundsätzlich, die Unfehlbarkeit des Papstes, das kirchliche Verbot der Empfängnisverhütung und der Abtreibung und die Zölibatsverpflichtung, in Frage stellt. Gleichzeitig ist er in der andauenden Krise um den PIUS-Bruder und Holocaust-Leugner Williamson der größte Kritiker des Vatikans.
Typische und völlig inhaltslose Reaktion aus dem Vatikan in einem Interview des Kardinalsdekan Angelo Sodano mit Radio Vatikan:

„Das hat uns innerlich verletzt, dieses Interview zu lesen. Sollte Küng richtig wiedergegeben worden sein, dann müsse man dazu sagen, dass es sich um allgemeine und nicht bewiesene Behauptungen handele.“

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