Die katholische Kirche hat erneut ein Problem – der brasilianische Erzbischof Dadeus Grings behauptet in einem Interview, nicht die Juden, sondern die Katholiken seien Hauptopfer des Holocaust. Der Mann fällt nicht zum ersten Mal mit entsprechenden Äußerungen auf. Der brasilianische Erzbischof Dadeus Grings hat mit einer relativierenden Äußerung über den Holocaust für Empörung gesorgt. “Die Juden reden über etwa sechs Millionen Tote. Aber wie viele Katholiken wurden Opfer des Holocausts? Es waren insgesamt 22 Millionen”, sagte Erzbischof Dadeus Grings aus dem südbrasilianischen Porto Alegre. “Während die Juden behaupten, die Hauptopfer des Holocausts zu sein, waren die größten Opfer doch die Zigeuner, weil sie ausgerottet wurden”, sagte der Bischof außerdem. Das sei der Öffentlichkeit deshalb nicht bewusst, weil “die Juden die Kontrolle über die Propaganda” in der Welt hätten. Damit hat die katholische Kirche erneut ein Problem mit einem altgedienten, wie hochrangigen und meinungsfreudigen Priester. Bereits 2003 hatte er in einem Artikel in der Zeitung “A Folha De Sao Paolo” den Vergleich aufgestellt, “eine Million” jüdischer Opfer ließen sich nicht mit der weit größeren Zahl christlicher Opfer vergleichen. Der Vorfall erinnert stark an den Skandal um Richard Williamson, einem Bischof der Piusbruderschaft, dessen zeitweilige Exkommunikation Anfang des Jahres von Papst Benedikt XVI. aufgehoben worden war.

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