Index Librorum
Prohibitorum

Der Buchdruck hat als neue Informationsquelle für die Menschheit, ganze Weltbilder ins Wanken gebracht. Vor dieser Zeit wurden Bücher nur von Mönchen vervielfältigt. Und somit hatte die Kirche auch die Kontrolle über die Bücher. Mit dem Buchdruck war die weltanschauliche Macht der Kirche in großer Gefahr. Somit schaffte der Vatikan den Index Librorum Prohibitorum, der für jeden Katholiken bei Strafe der Exkommunikation verbindlich verbotenen Bücher enhielt. Zuletzt nannte das Verzeichnis, welches in seiner verbindlichen Form 1966 abgeschafft wurde, 6000 Bücher. So versuchte der Vatikan durch Zensur seine Macht zu erhalten. Bezeichnend für die katholische Kirche ist, “Mein Kampf” von Adolf Hitler war zu keiner Zeit in dieser Liste verzeichnet. Verglichen wird die Bedeutung des Buchdrucks heute immer mit der Einführung des Internets. Durch das Internet ist die Menschheit wieder in der Lage, sich Informationen sehr schnell, ohne Vorgaben einer Macht, zu verschaffen. Und auch hier haben die Mächtigen und ihre Medien wieder die Sorge, es könnte ihre Macht beeinflussen. Da die Menschheit nie aus seiner Geschichte lernt, wird auch hier wieder versucht, die Menschen durch Zensur des Internet mittels Filterlisten, von den Informationen abzuschneiden. Wir können nur hoffen das es nicht wieder 400 Jahre dauert, bis diese Zensur wieder abgeschafft wird.
Wer die ZDF Dokumentation “Die schwarze Liste des Vatikan” zu Ostern verpasst hat, für den gibt es im Internet eine Kopie.

Teil 1:


Teil 2:



 

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