Diakonische Einrichtungen wollen sich nach Einschätzung der Gewerkschaft verdi durch Billiglöhne Wettbewerbsvorteile verschaffen, verweigern ihren Mitarbeitern zudem auch das Grundrecht auf Streik. Anfang Mai gingen trotzdem mehrere Hundert Diakonie-Angestellte in Bielefeld auf die Straße, um für eine Tariferhöhung wie im öffentlichen Dienst zu kämpfen. In einigen Diakonie-Einrichtungen legten Mitarbeiter die Arbeit nieder. Die diakonischen Arbeitgeber drohen in solchen Fällen mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen, bis hin zur Kündigung. In der Sendung Frontal21 des ZDF am 19.05.2009 wurde wieder mal deutlich, das auch die evangelischen Einrichtungen nicht nach ihrem christlichen Glauben handeln.
Streikwillige Mitarbeiter seien bereits vor Beginn der Proteste unter Druck gesetzt worden, es gab sehr viel Einschüchterung von Seiten der leitenden Mitarbeiter. Leitenden Mitarbeiter wurden sogar schriftlich zu Spitzeldienste angestiftet.
Verdi-Chef Frank Bsirke:
“Es sei völlig abwegig, wie die Arbeitgeber in den Kirchen anzunehmen, dass das Selbstbestimmungsrecht von Religionsgemeinschaften höher bewertet, werde als die freiheitlich demokratische Grundordnung.”




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