Medienwirksam hat UNICEF (denen fehlt mittlerweile jeder fünfte Spendeneuro) seinen neuen „UNICEF-Report 2009 – Stoppt sexuelle Ausbeutung!“ unter Teilnahme von UNICEF-Geschäftsführerin Regine Stachelhaus, UNICEF-Botschafter Sir Roger Moore und Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, vorgestellt. Damit ruft UNICEF Regierungen, Medien, Unternehmen und die Öffentlichkeit dazu auf, entschiedener gegen sexuelle Gewalt gegen Kinder vorzugehen. Weltweit werden nach Schätzungen der Vereinten Nationen jährlich rund 150 Millionen Mädchen und 73 Millionen Jungen unter 18 Jahren zum Sex gezwungen. Unglaubliche und erschreckende Zahlen! Mit dieser Rückendeckung nutzte Frau von der Leyen diese Gelegenheit selbstverständlich wieder, um für ihre mittlerweile breit unstittende Internetsperren zu werben. In das gleiche Horn hatte ja auch schon Frau Stachelhaus geblasen.
Drei Länderbeispiele laut UNICEF:

  • Auf den Philippinen werden nach Einschätzung von UNICEF zwischen 60.000 und 100.000 Kinder als Prostituierte ausgebeutet. Jedes Jahr kommen Tausende Mädchen in die Hauptstadt Manila, weil sie Arbeit suchen. Statt der versprochenen Stelle als Hausmädchen verkaufen Schlepper sie an Bordellbesitzer. Seit kurzem ist zudem das Anbieten von Kinderpornografie im Internet zu einem Geschäft geworden. Kinder werden in Internetcafes angesprochen und mit Geld „als Model“ gelockt.
  • Eine UNICEF-Untersuchung in Bangladesch ergab, dass das Durchschnittalter, in dem Minderjährige zu Opfern kommerzieller sexueller Ausbeutung werden, bei 13 Jahren lag.
  • In den Touristenzentren an der Küste Kenias wurden nach einer Recherche von UNICEF und der kenianischen Regierung im Jahr 2006 etwa 15.000 Jugendliche als Prostituierte ausgebeutet. Etwa 10 Prozent der Mädchen waren jünger als 12 Jahre, als sie sich das erste Mal prostituierten. Zwei Drittel der Kunden waren wohlhabende Touristen aus den Industrieländern – darunter auch viele Deutsche.

Kirchensumpf dringenste Forderung an Frau von der Leyen: Sofortiger Ausreisestopp von deutschen Männer nach den Philippinen, Bangladesch und Kenia. Das ändert an der dortigen Situation der Kinder leider nichts, aber sie sind ja für Aktionismus bekannt.
Sir Roger Moore stellte in seiner Rede richtig fest: “Kinder sind keine Ware”. Leider gehört UNICEF Deutschland und auch Frau von der Leyen NICHT zu den Unterzeichnern einer Stellungnahme mit dem Titel: „Kinder sind keine Ware“ gegen die RTL Serie: „Erwachsen auf Probe“. Gegen deutsche Fernsehsender öffentlich aufzutreten, schadet aber auch mörderisch dem eigenen Image.

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