Ein katholischer Geistlicher aus Brilon hat zugegeben, dass er mehr als in 100 Fällen Kinderpornos besessen und verbreitet hat. Der 31-Jährige Vikar geriet nach Hinweisen aus Süddeutschland ins Visier der Ermittler. Gegen den 31-jährigen Vikar Marc G. aus Brilon, der die Vorwürfe weitestgehend eingeräumt hat, ermittelt die Staatsanwaltschaft Arnsberg. Der Mann soll das Material über das Internet verbreitet haben, wie Oberstaatanwalt Werner Wolff der Nachrichtenagentur AP sagte. Das Pfarrbüro der Gemeinde in Brilon sowie die Privaträume des Vikars wurden laut Anklagebehörde bereits im Juli nach einem Hinweis von Ermittlungsbehörden in Süddeutschland durchsucht. Dabei sei unter anderem ein Rechner sichergestellt worden, dessen Inhalt nun ausgewertet werde. Das zuständige Erzbistum Paderborn suspendierte den Geistlichen nach Bekanntwerden der Vorwürfe vom Dienst. «Wir waren fassungslos und haben natürlich sofort reagiert», sagte Bistumssprecher Ägidius Engel. Die seelsorgerische Tätigkeit sei dem 31-Jährigen nun ausdrücklich untersagt. Derzeit sei der Vikar, der am vergangenen Wochenende nach vier Jahren in Brilon eigentlich ins hessische Korbach hätte wechseln sollen, krankgeschrieben. Dass er jemals wieder seelsorgerisch tätig werde, sei mehr als unwahrscheinlich, sagte Engel.

[Kirchensumpf] Aber wie wir schon festgestellt haben ist der Handel mit Kinderpornographie in der katholischen Kirche kein Kündigungsgrund.

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