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Der undemokratische Dalai Lama

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Wie undemokratisch das Regime des tibetischen Oberhaupts ist, zeigt ein Artikel des Magazins “Stern”. In seiner Heimat lässt der Obermönch sogar unliebsame Zeitungen schließen und Glaubensrichtungen verbieten.
Auszug Editorial STERN “Die dunkle Seite des Dalai Lama”

Janis Vougioukas recherchierte und schrieb die Titelgeschichte zusammen mit stern-Reporter Tilman Müller, 58, der sich seit Jahren mit dem Dalai Lama beschäftigt. Er war es auch, der 1997 aufdeckte, dass der Bergsteiger Heinrich Harrer, Autor des Weltbestsellers “Sieben Jahre in Tibet”, während der NS-Zeit SS-Oberscharführer war. Harrer war bis zu seinem Tod ein enger Freund des Dalai Lama, den die Naziverbindung des Österreichers nie gestört hat. Der “Ozean der Weisheit”, so die Übersetzung für Dalai Lama, hat ganz offenkundig auch ein paar Untiefen.

Zwischen 10 und 230 Euro zahlen Dalai Lama-Fans für ein Ticket zu seinen Veranstaltungen. Der “Stern” listet auf: “728 deutsche und 908 englischsprachige Bücher sind bei Amazon über und vom Dalai Lama gelistet, 13.200 Videos sind es bei Youtube, fast acht Millionen Einträge bei Google.” Keine Frage, der Dalai Lama zählt zu den größten Popstars unserer Zeit. Doch das Religionsoberhaupt hat auch eine andere, in der westlichen Welt kaum beachtete Seite. Wie das Magazin in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, führt der Mönch in seiner Heimat ein unerbittliches Ein-Mann-Regime, das die Meinungsfreiheit unterdrückt und vermeintliche Konkurrenten aus dem Weg räumt. So sprachen die Journalisten etwa mit dem ehemaligen Chefredakteur der mittlerweile eingestellten Zeitung “Mang Tso”. Sie war 1990 zum ersten Mal erschienen und berichtete unabhängig über “Wahlbetrug, Korruption und all das, was es in jedem anderen Land auch gibt”, wie Jamyang Norbu über seine damalige Zeitung berichtet. “Die Redaktion ließ sich auch nicht einschüchtern, als mehrere Redakteure Morddrohungen erhielten und die Zeitungsjungen auf den Straßen bedroht wurden”, schreibt “Stern”. 1996 kam das Aus. Die Zeitung hatte über die Aum-Sekte berichtet. Diese hatte 1995 einen Giftgasanschlag in der Japaner U-Bahn verübt. Der Dalai Lama hatte sich mehrmals mit dem Chef der Terror-Sekte getroffen und ihn als einen “Freund” bezeichnet. Die religiösen Autoritäten zwangen die Zeitungsmacher zum Schließen. ganzen Beitrag lesen… »

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Aussteiger: Tod und Folter bei Scientology

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Sie nennt sich Kirche, wird aber von vielen für eine reine Profitorganisation gehalten. Die US-amerikanische Zeitung “St. Petersburg Times” hat nun schockierende Details um die Sekte Scientology enthüllt. Aussteiger aus dem engsten Führungskreis berichten erstmals von Folterpraktiken, Gewalt und Tod.

Die 30 Scientologen saßen seit Wochen in einem Bürogebäude nahe Los Angeles fest. Sie durften die Räumlichkeiten nur einmal am Tag zum Duschen verlassen. Sie schliefen auf dem Boden, das Essen wurde ihnen gebracht. Hier, in ihrem Gefängnis, sollten sie Pläne entwickeln, die die so genannte Kirche voranbringen. Mitten in der Nacht rief Scientologyleiter David Miscavige die Mitarbeiter zu Sitzungen zusammen. Dann zwang er sie zu einem makaberen Spiel. Zu Queens “Bohemian Rhapsody” sollten seine Untergebenen “Reise nach Jerusalem” spielen. Stundenlang kämpften die Scientologen in ihren schicken Armeeuniformen um Stühle. “Niemals aufgeben” lautet eine der wichtigsten Lehren des L. Ron Hubbard.
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