Danach dürfen italienische Religionslehrer nicht mehr Maturanoten in der Schulkonferenz mitbestimmen. Das Gericht hat beschlossen, dass Schüler, die an der katholischen Religionsstunde teilnehmen, kein Anrecht auf eine bessere Maturanote haben. Die zusätzlichen Punkte bei der Berechnung der Maturanote, die die Teilnehmer an der Religionsstunde bisher erhalten konnten, sei nicht legitim, weil sie Schüler diskriminieren, die anderen Konfessionen angehören und an diesem Unterricht nicht teilnehmen. In Italien werden die Noten der Maturafächer nicht einzeln, sondern nach einem Punktesystem gesammelt ausgewiesen: Je höher die Gesamtpunktezahl aus den Fächern, desto besser. “Mit Auszeichnung” maturiert man in Italien, wenn man die Maximalpunktezahl von 100 erreicht. Mit anderen Worten, Schüler die nicht am katholischen Relegionsunterricht teilnahmen, könnten bisher nie mit “Auszeichnung” bestehen?
Da die Religionslehrer nicht zur Schlussnote der Matura beitragen können, hätten sie auch kein Recht, an der Lehrerkonferenz teilzunehmen, urteilte das Verwaltungsgericht. Es gab somit der Forderung einiger laizistischer Organisationen statt. Der Beschluss des Verwaltungsgerichts stieß in katholischen Kreisen auf helle Empörung. “Damit siegt der schlimmste Rationalismus, der jede Identität ausradieren will”, protestierte Bischof Diego Coletti, Präsident der Kommission für die katholische Bildung der italienischen Bischofskonferenz CEI. Er forderte die katholischen Parteien und Organisationen auf, gegen den Beschluss zu protestieren. Selbst die Bildungsministerin Maria Stella Gelmini protestierte heftig gegen den Beschluss und kündigte Rekurs an.
[Update 31.08.2009] Wie jetzt bekannt wurde, (und wieder gebührt der Dank TorbenS
) haben wohl besorgte Eltern im norddeutschen Bockhorn mächtig Druck gemacht, wegen dem “springenden Pfarrer”. So wurde er auch diesmal nicht gekündigt, sondern wieder nur versetzt. Alte katholische Verschleierungstaktik bei pädophilen Priestern. Jetzt darf der Pfarrer in der Niederauerbachkaserne, Felsbachstr. 14, im rheinland-pfälzischen 66482 Zweibrücken, seinen Dienst als Militärseelsorger ausüben. Übrigens sein jetziges Hobby ist nicht mehr Fallschirmspringen, nein, jetzt ist er passionierter Biker.
[28. Mai 2009] Durch einen Hinweis zu einem etwas älteren Beitrag (Danke an TorbenS
), “250 kinderpornographische Bilder bei einem Pfarrer aus Bielefeld gefunden”, gibt es jetzt neue Erkenntnisse in dem Fall. Die Beurlaubung des Pfarrers ist wieder aufgehoben. Er darf jetzt als Militärseelsorger in der norddeutschen Stadt Bockhorn arbeiten. Auch das Urteil für den Pfarrer ist eher milde ausgefallen. Die Staatsanwaltschaft hatte ihre Ermittlungen schon im Juli 2008 unter der Auflage eingestellt, dass der Mann 2000 Euro ans Bielefelder Mädchenhaus zahlen muss und sein Computer eingezogen bleibt. Der “springende Pfarrer” ist in seinem neuen Einsatzort, von seinen Nachbarn mit einem geschmückten Pfarrhaus begrüßt worden. Ein Sprecher der »Vereinigung katholischer Priester und ihrer Frauen« sagte, katholische Geistliche, die eine Frau hätten, würden unverhältnismäßig härter bestraft als pädophile Geistliche, bei denen oft ein Auge zugedrückt werde. »Ein Priester, der zu seiner Beziehung steht, wird sofort fallengelassen. Er muss damit rechnen, mit ein paar Monatsgehältern abgefunden und entlassen zu werden.« Nein, nicht so pädokriminelle Pfarrer, die werden nur, zu hübschen Jungs in Uniform, versetzt.
Da wird sich unsere christliche Übermutter Ursula von der Leyen aber freuen, das ihre katholischen Glaubensbrüder, so konsequent gegen Konsumenten von geschundenen, vergewaltigten und gefolterten Kinder vorgehen. Sehr geehrte Frau von der Leyen, wir fordern Sie, als Konsequenz aus diesem Fall, dazu auf, der katholischen Kirche kategorisch die Benutzung des Internets zu verbieten! Nur so kann die Konsumentation von Kinderpornographie in der katholischen Kirche verhindert werden.



