Dutzende von AIDS-Opfern aus Taiwan und Hongkong haben in den USA Klage gegen den deutschen Pharmakonzern Bayer AG eingereicht. Sie werfen dessen früherer Tochterfirma Cutter vor, 1984 und 1985 AIDS-verseuchte, in den USA und in Europa nicht mehr absetzbare Präparate nach Asien verkauft zu haben, um sie nicht abschreiben zu müssen. Mehrere Hundert Patienten, oft Kinder oder Heranwachsende, wurden damals mit dem Virus infiziert. Wie viele von ihnen heute noch leben, ist nicht bekannt, weil AIDS in Asien noch immer als großes Tabu gilt.
Der im September und im November ausgestrahlte WDR-Film „Tödlicher Ausverkauf – wie ‘AIDS’ nach Asien kam“ dokumentiert nun detailliert, mit welcher Kaltblütigkeit der Konzern für seinen Profit über Leichen ging.



