Die Staatsanwaltschaft Darmstadt ermittelt gegen einen Priester des Bistums Mainz wegen des Vorwurfs der sexuellen Nötigung. Der Mann, der zuletzt als Auslandspfarrer in Washington (USA) arbeitete, wurde vom Bistum inzwischen nach Deutschland zurückgeholt und bis zur Klärung der Vorwürfe von allen Aufgaben entbunden. Womöglich leitet die Staatsanwaltschaft auch Ermittlungen gegen das Schönstatt-Institut in Simmern ein, dem der Pfarrer angehörte. Dort habe man seit 2004 von den Vorwürfen gewusst, heißt es in einer Mitteilung des Bistums. Sie waren der Grund dafür, dass der Priester ins Ausland geschickt wurde. Schon damals soll sich ein Opfer an die Institutsleitung gewandt haben. Der Leiter bat daraufhin den Mainzer Bischof Karl Lehmann, den Priester nicht mehr im Bistum einzusetzen, sondern ihm eine Zeit der Besinnung im Ausland zu gewähren. Nach Mitteilung des Bistums Mainz soll der Pfarrer von Ende der achtziger Jahre bis in die frühen neunziger Jahre sexuelle Beziehungen zu mehreren weiblichen Jugendlichen und jungen Frauen unterhalten haben, die sich ihm in seiner Eigenschaft als Seelsorger der Schönstatt-Mädchenjugend anvertrauten.

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