Ryke Geerd Hamer: Todkranke Menschen suchen verzweifelt Rettung bei ihm. Er, der Begründer einer braunen Medizinsekte, macht ihnen Hoffnung. Ein oft tödliches Versprechen, wie Recherchen für Kontrovers-Extra zeigen. Ryke Geerd Hamer, Begründer dieser Bewegung, lebt heute in Norwegen. Er ist mehrfach vorbestraft und bereits seit 1986 ohne Approbation. Aus seinem Exil in Norwegen gibt er trotzdem Ferndiagnosen.
Für Hamers braune Medizinlehre ist antisemtische Hetze zentral. Er selbst und seine Anhänger werfen im Internet und auf zahlreichen Vorträgen den Juden Genozid durch Chemotherapie vor. Nur die Verzweiflung der Menschen kann erklären, warum so viele Menschen Hamer vertrauen – auch in Bayern. Der Andrang zu Vorträgen und Stammtischen der sogenannten Germanischen Neuen Medizin ist ungebrochen. weiterführende Links: Todesfalle Germanische Neue Medizin Scharlatane heilen keinen Krebs
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hat bei einem Auftritt bei einer umstrittenen christlichen Gruppierung wieder mal eine Rede geschwungen. Der Regierungschef sollte bei einer Veranstaltung des Arbeitskreises Christlicher Publizisten am Mittwochabend in Bad Gandersheim reden. Die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin rät zur Distanz zu dieser Gruppe, die rechte Sichtweisen vertrete. Der Name sei irreführend, seriöse evangelische und katholische Publizisten seien dort nicht vertreten, sagte die Theologin Claudia Knepper von der Zentralstelle. Die Organisation sei immer wieder durch fragwürdige Veröffentlichungen aufgefallen und wolle sich mit bekannten Persönlichkeiten schmücken. Der Ministerpräsident a.D. Günther Beckstein gehörte auch schon zu solchen illustren Gästen. Aber auch schon der entlassende Bischof PrügelMixa hat sich gerne mal bei christlichen rechtsgerichteten Gruppierungen sehen lassen. Genau wie Bischof Müller sich immer wieder mal für seine reaktionären Vertriebendenverbände einsetzt. In manchen Köpfen der Kirchenmächtigen sind die brauen Gedanken halt noch immer lebendig.
In Ettal wurden einem Sonderermittler zufolge von 1953 bis in die jüngste Vergangenheit mehr als 100 Internatsschüler brutal misshandelt, einige davon auch sexuell. Als Täter wurden 15 Mönche benannt, darunter auch ein ehemaliger Abt. Einer von Ihnen hat jetzt wenigstens auf den rechten Pfad zurückgefunden und sich selbst angezeigt. Der Mönch des Klosters Ettal wurde wegen des Besitzes kinder- und jugendpornografischer Schriften zu fünf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen habe auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen entsprechenden Strafbefehl verhängt, teilte die Staatsanwaltschaft München II mit. Als Bewährungsauflage muss der Geistliche demnach 2000 Euro an Geldbuße zahlen. Die Entscheidung ist bereits rechtskräftig. Gegen die weiteren im Verdacht des sexuellen Missbrauchs und der Gewalt gegen Kinder und Jugendliche stehende Angehörige der Benediktinerabtei laufen noch die Ermittlungen. Vielleicht sollten die 15 Kuttenträger in einem eindringlichen Gebet noch mal in sich gehen.
die katholische Kirche atmete auf, jetzt geht es wieder aufwärts. Mixa-Nachfolger Josef Grünwald: “Es darf nichts vertuscht und unter den Teppich gekehrt werden”. Guter und richtiger Vorsatz. Leider sehr halbherzig, denn Meinungsfreiheit kommt hierbei ganz schlecht. Und muss deshalb auch wehement bekämpft werden. Aber aufwärts, mitnichten. Leider ist Mixa nur ein kleines Puzzleteilchen im gesamten Kirchensumpf. Denn täglich, ja stündlich, werden neue Fälle bekannt, in denen Priester eine unrühmliche Rolle spielen. In Hamburg, Nassau, Würzburg und Freiburg. Und das ist noch lange nicht das Ende. Da wird noch viel Schlamm an die Oberfläche kommen. Wir können nur hoffen, das die katholische Kirche schonungslos damit umgeht und den Staatsanwaltschaften die Arbeit erleichtert. Und vielleicht wagt sie sogar den Schritt, sich weiter zu öffnen, das Zölibat auf den Prüfstand stellt, den Religionsunterricht abschafft, mit der Missionierung aufhört, etc. Nur so kann sie als Institution wieder Heimstatt für Gläubige werden.
Auch nach unserer Meinung, soll jeder das glauben dürfen, wonach ihm ist. Die Einrichtung Kirche aber als Machtinstrument zu missbrauchen, kann nicht im Sinne des Glaubens sein. Und die katholische und evangelische Kirche sind leider bis heute ein reines Machtinstrument.
Datenbank “Religio”, Jena - Das elektronische Informationssystem über Sekten, neue religiöse und ideologische Gemeinschaften und Psychogruppen in Deutschland
Die Laizisten - Petition gegen Religionsunterricht beim Bundestag
Ex-Heimkinder - Ursachen, Folgen und Auswege aus institutioneller Heimerziehung.