EttalDie Wirkungsstätte

In Ettal wurden einem Sonderermittler zufolge von 1953 bis in die jüngste Vergangenheit mehr als 100 Internatsschüler brutal misshandelt, einige davon auch sexuell. Als Täter wurden 15 Mönche benannt, darunter auch ein ehemaliger Abt. Einer von Ihnen hat jetzt wenigstens auf den rechten Pfad zurückgefunden und sich selbst angezeigt. Der Mönch des Klosters Ettal wurde wegen des Besitzes kinder- und jugendpornografischer Schriften zu fünf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen habe auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen entsprechenden Strafbefehl verhängt, teilte die Staatsanwaltschaft München II mit. Als Bewährungsauflage muss der Geistliche demnach 2000 Euro an Geldbuße zahlen. Die Entscheidung ist bereits rechtskräftig. Gegen die weiteren im Verdacht des sexuellen Missbrauchs und der Gewalt gegen Kinder und Jugendliche stehende Angehörige der Benediktinerabtei laufen noch die Ermittlungen. Vielleicht sollten die 15 Kuttenträger in einem eindringlichen Gebet noch mal in sich gehen.

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