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Michael Tfirst – Ein Sexualopfer

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Michael Tfirst 2004

“Wenn Tränen nicht mehr ausreichen, um mein Leid und das Leid von Kindern und Jugendlichen zu ertragen, die von katholischen Priestern und katholischen Laien in Österreich, Deutschland und anderswo missbraucht wurden und noch werden”.
Michael Tfirst ist Opfer geworden, aber er will kein Opfer mehr sein. Lesen Sie sein Schicksal. Ein Schicksal wie das Schicksal vieler anderer Kinder und Jugendliche, die von Katholischen Priestern und Laien sexuell missbraucht wurden bzw. noch missbraucht werden. Lesen sollten dieses auch die Täter. Michael Tfirst hat sich an mich vertrauensvoll gewandt, weil ihm mein Engagement im Internet aufgefallen war. So unwichtig ich in diesem Moment bin, so wichtig sind die Menschen die Opfer helfen, in den Arm nehmen und trösten. Menschen die nicht mehr weghören und wegschauen in der Nachbarschaft und in den Kirchengemeinden.
Tfirst wurde als Kind mehrfach von Angehörigen des katholischen Klerus missbraucht, worauf er eine Bulimieerkrankung und zwei Selbstmordversuche zurückführt. Er sprang als Kandidat des Benediktinerstifts Göttweig, wegen dem Benediktiner Mitbruder und späteren Kardinal Groer, aus einem Turmzimmer des Stiftes.
Einer der Täter von Michael Tfirst in Wien war auch der aus Deutschland stammende Pallottiner Zirkuspater Schönig. Dieser starb 2003 an einem Herzinfarkt, den er vermutlich deswegen bekam, weil Tfirst 2002 im Zuge der Sammelklage in Österreich gegen die Kirche auch den Namen P. Schönig noch öffentlich publiker machte. Er gab ja den Vorfall mit P. Schönig schon 1972 kirchenintern in seiner Wiener Heimatpfarre (wo der Übergriff stattfand) bekannt, doch es wurde nichts getan. Vermutlich war von da an Schönig nur vorsichtiger, wie er sich wem annäherte. Auf seiner Homepage beschreibt Tfirst in dem Kapitel „Über mich als Opfer“ die Begegnungen mit Pater Schönig ausführlich.”

weiterführende Links:
Pressemitteilung vom 26.08.2010
Blog von Michael Tfirst

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Auch in Belgien wird katholisch vertuscht

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Godfried Danneels

Mit einer heimlich gemachten Tonbandaufnahme hat ein Opfer sexuellen Missbrauchs den belgischen Kardinal Godfried Danneels (77) beschuldigt, dieser habe die Verfehlungen eines Bischofs vertuschen wollen. Nach Berichten der Zeitungen “De Standaard” und “Het Nieuwsblad” vom Samstag geht aus der Aufnahme hervor, dass Kardinal Danneels – damals Vorsitzender der belgischen Bischofskonferenz – vorschlug, “den Mantel des Schweigens über diese Sache zu decken”. Danneels bestritt dies. Die Vertuschungsvorwürfe gegen den Kardinal beruhen auf einem Gespräch, an dem der inzwischen zurückgetretene Bischof von Brügge, Roger Vangheluwe, sowie sein von ihm sexuell missbrauchter Neffe und dessen Familie teilgenommen hatten. Dabei hatte der Kardinal unter anderem das Opfer gebeten, dem Bischof zu verzeihen oder aber zumindest bis zu dessen Pensionierung zu schweigen. Aus dem Mitschnitt, den das Opfer veröffentlichte, gehe die Vertuschungsabsicht eindeutig hervor, berichten die Zeitungen. Vangheluwe hatte öffentlich gestanden, dass 1985 einen Jungen sexuell missbraucht hatte. Danneels war im Januar dieses Jahres aus Altersgründen von seinem Amt als Bischof von Mecheln-Brüssel zurückgetreten.

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