Ein Priester aus dem Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen ist wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch vom Erzbistum Bamberg angezeigt und suspendiert worden. Wie die Sprecherin der Erzdiözese am Sonntag mitteilte, wird dem Geistlichen ein Übergriff Mitte der 1980er Jahre vorgeworfen.
Das mutmaßliche Opfer habe sich an den Bischöflichen Beauftragten für sexuellen Missbrauch gewandt. Nach einem Gespräch mit dem beschuldigten Priester erstattete das Erzbistum am vergangenen Donnerstag Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Die betroffene Gemeinde war am Sonntag in zwei Gottesdiensten über den Verdacht gegen ihren Pfarrer informiert worden. Der Priester darf nun nicht mehr seelsorglich tätig sein und keine Sakramente mehr spenden. Nähere Angaben machte die Erzdiözese nicht. Die weiteren Ermittlungen lägen nun in Händen der Staatsanwaltschaft, ergänzte die Sprecherin. Das Bamberger Erzbistum war 2008 in die Schlagzeilen geraten, als dem damaligen Domkapitular und Personalchef Otto Münkemer sexuelle Übergriffe vorgeworfen wurden. Münkemer soll in seiner Zeit als Internatsleiter Schüler missbraucht haben. Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen ein, weil die Vorwürfe verjährt waren. Ein kirchenrechtliches Verfahren wurde 2009 eingeleitet.

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