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Vatikan zieht beleidigt Botschafter aus Irland ab

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Der sogenannte Cloyne-Report war die vierte größere Veröffentlichung innerhalb von sechs Jahren über das Vertuschen von Missbrauch in der katholischen Kirche in Irland. In der Diözese Cloyne war Bischof John Magee tätig, dessen Rücktritt Papst Benedikt XVI. im vergangenen Jahr akzeptiert hatte. Ihm war nachgewiesen worden, die Untersuchungen fehlgeleitet zu haben. Außerdem wurden ihm “Fehler beim Schutz von Kindern“ vorgeworfen. Der irische Premier Enda Kenny hatte mit Bezug auf den Report dem Vatikan mit ungewöhnlich harschen Worten vorgeworfen, Untersuchungen behindert und die Vergewaltigung von Kindern heruntergespielt zu haben. Anstatt Schritte gegen das Unrecht zu unternehmen, sei der Vorrang der Institution Kirche hochgehalten, ihre Macht und ihr Ruf betont worden. Der Vatikan sei “abgehoben“, sagte der Premierminister. Noch nie zuvor hatte ein hochrangiger irischer Politiker solch harsche Worte in Richtung Vatikan ausgesprochen. Kennys Rüge hatte sich auch Dublins Erzbischof Diarmuid Martin angeschlossen. Daraufhin hat der Vatikan seinen Botschafter in Irland zurückbeordert. Der Heilige Stuhl reagierte damit auf die Veröffentlichung des sogenannten Cloyne-Reports und vor allem auf die nachfolgenden harschen Vorwürfe des irischen Premierministers Enda Kenny.

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Diskriminierung in der Evangelische Kirche in Baden-Württemberg

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Steffen Poos ist evangelischer Pfarrer in Nagold-Iselshausen und er ist sehr beliebt in seiner Gemeinde. Und er ist homosexuell und möchte mit seinem Partner im Pfarrhaus zusammenleben. Doch genau dieser Wunsch nach Zweisamkeit im Pfarrhaus ist der Grund dafür, warum Pfarrer Poos jetzt seine Gemeinde verlassen muss und wohl in die Landeskirche Hessen-Nassau wechselt. Denn die Statuten der württembergischen Landeskirche untersagen gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften in Pfarrhäusern. Mit anderen Worten für homosexuelle Priester gibt es in der evangelischer Kirche in Baden-Würtenberg doch ein Zölibat. Somit befindet sich die evangelische Kirche in Baden-Würtenberg immer noch im Mittelalter. Um so erfreulicher ist die Meldung, das schon viele Gemeindemitglieder in der heutigen aufgeklärten Zeit angekommen sind. Die Gemeinde in Iselshausen ist geschockt vom Weggang des beliebten Geistlichen. Nach dem Gottesdienst am vergangenen Sonntag berichtete Poos der Gemeinde von seiner Homosexualität, seinem Weggang und dessen Gründen. Spontan brandete tosender Applaus für den Pfarrer auf. Verständnis für die Haltung der Kirche haben viele Iselshauser Gemeindemitglieder nicht. “Ich kann es nicht verstehen, dass es in der heutigen Gesellschaft noch so eine Haltung gibt”, sagt ein Gemeindemitglied. Dass er seiner Gemeinde über seine Homosexualität berichten würde, sei für ihn immer klar gewesen, sagte Poos gegenüber unserer Zeitung, auch weil Wahrheit und Ehrlichkeit ihm ein hohes Gut im Umgang mit den Menschen seien.

[Kirchensumpf] Schon bedenklich wenn zwischen der Institution Kirche und seinen Mitgliedern gedanklich 1000 Jahre liegen.

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Erneuter Missbrauchsfall – und kein Ende in Sicht

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Der katholischer Pfarrer aus Salzgitter Andreas L. ist wegen des Verdachts auf sexuellen Kindesmissbrauch festgenommen worden. Gegen den Mann sei Haftbefehl erlassen worden, weil dringender Tatverdacht bestehe, teilte die Staatsanwaltschaft Braunschweig mit. Zuletzt war der Pfarrer in der Katholichen Pfarrgemeinde St. Joseph in Salzgitter tätig. Das Bistum Hildesheim reagierte am Sonntag wie immer “überrascht und erschüttert“. Und wie immer räumte das Bistum ein, dass es schon vor einem Jahr Vorwürfe gegen den Pfarrer wegen „angeblich distanzlosen Verhaltens gegenüber einer Person“ gegeben habe. Der Verdacht auf einen Missbrauch habe sich damals aber nicht bestätigt. Na wers glaubt! Die Mutter eines Kindes habe Strafanzeige erstattet. Die aktuellen Vorwürfe liegen nach Angaben der Staatsanwaltschaft bereits einige Jahre zurück. Nähere Angaben wollte der Sprecher nicht machen. Der Geistliche habe an diesem Wochenende mit Minderjährigen zu einer kirchlichen Freizeit fahren wollen, deswegen habe die Polizei gehandelt. Bei einer Hausdurchsuchung am Freitag wurden Datenträger und schriftliches Material sichergestellt. Mittlerweile hat der Priester die Vorwürfe im Verhör bei der Polizei eingeräumt, teilten die Ermittler am Sonntag in Braunschweig mit.

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Bistum verzockt Millionen

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Das Bistum Magdeburg hat nach Informationen der Tageszeitung «Die Welt» Millionenverluste durch Unternehmensbeteiligungen und Finanzmarktgeschäfte erlitten. Wie die Zeitung in ihrer Freitagsausgabe berichtet, kosten die wirtschaftlichen Aktivitäten die Katholiken der Diözese nach derzeitigem Stand seit dem Jahr 2004 mindestens 45 Millionen Euro. Um finanziell auf die eigenen Füße zu kommen, suchten Bistumsverantwortliche nach Möglichkeiten, selbst in die Erwerbswirtschaft einzusteigen. Es begann 1993 mit dem „Siedlungswerk St. Gertrud“, das dann in die Gero AG umgewandelt wurde. Doch diese fuhr Verluste in Millionenhöhe ein. Auch mit einer 50-Prozent-Beteiligung an einer Biotech-Firma für Krebsmedikamente hat sich das Bistum verkalkuliert. Und mit der amerikanischen Finanzkrise in den Jahren 2007/2008 hatte sich das Bistum auch bei seinem dritten Versuch verspekuliert: Investitionen in verschiedene riskante Finanzvehikel, bevorzugt in den USA.

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Himmlische Überwachung

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Für den Besuch einer Messe mit Benedikt XVI. wird eine Anmeldung vorausgesetzt, welche neben Namen und Adresse auch Geburtsdatum und Geburtsort des Teilnehmers abfragt. Nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz haben sich derzeit ca. 175.000 Menschen registriert, mit über 200.000 Besuchern wird gerechnet. Aus datenschutzrechtlicher Sicht ist dies “ganz klar ein Verstoß gegen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung”, so Dr. Thilo Weichert, Datenschutzbeauftragter Schleswig-Holstein. Dieser einzigartige Fall, Daten in diesem Umfang zu sammeln, sei unnötig, unverhältnismäßig und ohne Rechtsgrundlage. Eine solche Datenerhebung gleiche einer “unzulässigen Rasterfahndung” und sei ohne Vorbild. Eine Rechtfertigung der Erfassung aller Besucher der Messen ergäbe sich nicht aus einer geplanten Übermittlung der Daten an die Polizei lediglich im Einzelfall. Der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, hat die Erhebung der Daten als Teil der geplanten Sicherheitsüberprüfungen unterdessen bestätigt. Kopp wies noch einmal darauf hin, dass nicht alle Pilger der geplanten Sicherheitsüberprüfung unterzogen würden, dies wäre schließlich “Datenmissbrauch”. Man plane nur Besucher zu überprüfen, die bei den Papstmessen einen Stehplatz oder Sitzplatz zugeteilt bekämen, “wo der Papst dicht vorbei fährt oder die Kommunion austeilt”. Mit diesem Vorgehen folge man einer Empfehlung der Polizei in Baden-Württemberg um Planungssicherheit zu erlangen. Kopp führte aus, es wäre schließlich einfacher die Daten im Nachhinein zu löschen, als sie kurz vor der Veranstaltung irgendwie erheben zu müssen. Problematisch aus datenschutzrechtlicher Sicht ist die Tatsache, dass die Aktionen der Kirche nicht der Zuständigkeit der staatlichen Datenschützer unterliegen, sondern der von den Bischöfen erlassenen katholischen Datenschutzordnung (KDO). Fraglich ist, ob das Vorgehen nach diesem Recht zulässig ist. Analog zu den staatlichen Regelungen verlangt die KDO, dass so wenig Daten wie möglich erhoben werden und Betroffene konkret in eine Nutzung der Daten einzuwilligen haben. Vorliegend ist fraglich, ob diese Voraussetzungen erfüllt sind.

[Kirchensumpf] Die Maßnahme ist für uns völlig unverständlich, der Allerheiligste kennt doch alle seine Schäfchen die zum Papstbesuch kommen wollen. Und der Ratzinger-Papst der ja sein Stellvertreter hier auf Erden ist und einen direkten Draht zu seinem Schöpfer hat, könnte sich doch einfach die Liste von IHM aushändigen lassen.

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