Geldgier?
Das Bistum Magdeburg hat nach Informationen der Tageszeitung «Die Welt» Millionenverluste durch Unternehmensbeteiligungen und Finanzmarktgeschäfte erlitten. Wie die Zeitung in ihrer Freitagsausgabe berichtet, kosten die wirtschaftlichen Aktivitäten die Katholiken der Diözese nach derzeitigem Stand seit dem Jahr 2004 mindestens 45 Millionen Euro. Um finanziell auf die eigenen Füße zu kommen, suchten Bistumsverantwortliche nach Möglichkeiten, selbst in die Erwerbswirtschaft einzusteigen. Es begann 1993 mit dem „Siedlungswerk St. Gertrud“, das dann in die Gero AG umgewandelt wurde. Doch diese fuhr Verluste in Millionenhöhe ein. Auch mit einer 50-Prozent-Beteiligung an einer Biotech-Firma für Krebsmedikamente hat sich das Bistum verkalkuliert. Und mit der amerikanischen Finanzkrise in den Jahren 2007/2008 hatte sich das Bistum auch bei seinem dritten Versuch verspekuliert: Investitionen in verschiedene riskante Finanzvehikel, bevorzugt in den USA.




Was religiöse Menschen verstehen
“Im Grunde ist Politik nichts anderes als der Kampf zwischen den Zinsbeziehern, den Nutznießern des Geld- und Bodenmonopols, einerseits und den Werktätigen, die den Zins bezahlen müssen, andererseits.”
Otto Valentin (“Warum alle bisherige Politik versagen musste”, 1949)
Im Jahr 2007 fehlten allein in der Bundesrepublik Deutschland 38 Millionen (noch) arbeitenden Menschen (Zinsverlierer) im Durchschnitt 1200 Euro monatlich an ihrem vollen Arbeitsertrag, um für 4 Millionen Geld-, Sachkapital- oder Bodenbesitzer (Zinsgewinner) mit höchst ungleicher Verteilung ein (leistungsloses) Kapitaleinkommen von insgesamt 550 Milliarden Euro zu erarbeiten. Wie es der (halbwegs zivilisierten) Menschheit gelingen konnte, nach dem 2. Weltkrieg (letzte umfassende Sachkapitalzerstörung, um den Zinsfuß hochzuhalten) noch so lange zu überleben, ist überraschend, nicht die “Finanzkrise” (beginnende globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes, klassisch: Armageddon).
Die Beendigung der “Finanzkrise” durch den eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation (Natürliche Wirtschaftsordnung) ist keine Frage der Politik, sondern der Religion, weil nur religiöse Menschen (Untertanen) ihre (sinnfreie) Existenz – von einem (zwangsläufigen) Krieg bis zum nächsten – in einer kapitalistischen Marktwirtschaft (Zinsgeld-Ökonomie, zivilisatorisches Mittelalter) ertragen können. Denn sie wissen weder, wozu es Politik und Religion überhaupt gibt, noch können sie die Worte in den Klammern verstehen und wollen sie auch gar nicht erst verstehen. Das Einzige, was sie eventuell schon jetzt verstehen, ist, dass der Krieg nur solange der Vater aller Dinge sein konnte, wie es noch keine Nuklearwaffen gab.
http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html
@Stefan Wehmeier
Es gibt genügend Statistiken bei DESTATIS und EUROSTAT, darin kann man die Verteilung dessen verfolgen, was sie im kommunistisschen Wahn vielleicht unter Volksvermögen empfinden. Das sind generell weniger als 50% des BIP, allgemein der Bruttolohn
Es gibt heute und in Zukunft immer weniger Anteile der Arbeitskräfte am produktiven Vermögen, eine Raffinerie, ein AKW, eine Metallschmelze oder andere Investitionen kosten 1 – 10 Milliarden, bevor irgend ein Arbeiter darin 1 Stunde lang den Besen schwingen kann. Nach ihrer kranken Logik kommen solche Investitionen vom kommunistischen Himmel mit Lenin und Marx. Den Himmel gibt es leider nicht bzw. er druckt keine Geldscheine.
Wirtschafliche Grundlagen lassen sich nicht durch politische Klassenkampf-Parolen außer Kraft setzten. Auch die Idee die Kapitalbesitzer durch Steuern, Gesetze usw. zu “bestrafen”, die geht ins Leere. Herr Abs hat dem bayrischen Möchtegern-Wirtschaftsexperten J.F. Strauß einmal erklärt “Kapital ist wie das scheue Reh im Wald, wenn irgendwo ein Blatt raschelt, dann ist es weg”
Ihre Argumentation ist genau wie die von Strauß, wir sind die Supertypen, wir kontrollieren alle Arbeitskräfte, uns muß man die Füße küssen. Das Kapital macht genau das nicht, auch wenn es für Sie schwer zu verstehen ist.
@Stefan Wehmeier
Ich komme noch einmal zurück auf den sachlichen Inhalt Deiner e-mail – so verworren er ist und so absolut kommunistisch er sich anhört.
Nehmen wir an, Du bist nicht der tumbe blöde Malocher aus dem Plattenbau, der ständig besoffen im Streit mit seiner Frau existiert oder Du bis nicht der zufriedene Häuslebauer am Stadtrand, fast schuldenfrei mit einem schicken Auto und 2 Kindern – sondern Du bist der
Kapitalbesitzer mit 100 Millionen bis zu 5 Milliarden, alles bei AA+ Investitionen, die weit über 5% Verzinsung investiert sind. Folglich sitzt Du in Deiner luxeriösen Residenz irgendwo in allerbester Gesellschaft und hast 5 – 50 Millionen € monatlich steuerfrei an Einkommen ohne jeden Handschlag und ohne Steuern abgesehen von den 100.000 jährlich für den Finanzminister.
Zukunftsorgen gibt es für Dich nicht, über 100 Länder der Welt haben ihren tumben idiotischen Massen ewige Glückseligkeit versprochen und garantieren es wie Griechenland auf Pump ohne Rücksicht auf das baldige Ende – zu dem der politische Heilsverkünder lukrativ irgendwo seine Schmiergelder genießt.
Jetzt kommt so ein absoluter Noboddy “Stefan Wehmeier” daher und schlägt Dir vor, Du investierst Dein gesamtes Kapital in eine Fabrik in XYZ und bekommst 3% anstelle vormals 5% – 8% Verzinsung (also 2 – 5% weniger), sofern Du dich mit der lokalen Gewerkschaft der Putzfrauen, der Wachmänner und des Küchenpersonals einigst. Wenn nicht, verlierst Du alles und kannst in dem gelobten Land einen auf Parkplatzwächter machen. Sind das nicht tolle Aussichten aus der Traumwelt kommunistisch – sozialischtischer Analphabeten.
Natürlich ist das vollkommen irreal, es entspricht genau dem inhaltlichen Sinn Deiner e-mail und einigen Programmen politischer Parteien. Fange irgendwann einmal an zu DENKEN
@ “emporda”
Ihrer emotionalen Reaktion entnehme ich, dass es sich bei Ihnen offensichtlich um einen vorgeblichen “Liberalen” handelt, der noch nicht im Ansatz verstanden hat, was wirtschaftliche Freiheit bedeutet, nämlich das Recht zur Beteiligung am Wettbewerb, und der noch weiter davon entfernt ist zu verstehen, wie diese zentrale Freiheit, um die sich alle anderen Freiheiten anordnen, zu verwirklichen ist.
Und weil Sie ein solcher vorgeblicher “Liberaler” sind, der typischerweise nicht nur nichts versteht, sondern auch nichts verstehen will, fällt Ihnen nichts Besseres ein, als mit dumpfer Polemik auf einen wissenschaftlich einwandfreien Kommentar zu regieren, der mit “Kommunismus” (Staatskapitalismus) oder im weitesten Sinne Marxismus absolut nichts zu tun hat, sondern ganz im Gegenteil auf eine Entfesselung des marktwirtschaftlichen Wettbewerbs abzielt.
Nur mit einem hatte Karl Marx Recht, auch wenn er als Ökonom keine Leuchte war: Die Religion ist das “Opium des Volkes”. Allerdings ist der “Unglaube” gegenüber dieser schlimmsten aller Drogen absolut wirkungslos, was Ihre emotionale Reaktion wieder einmal eindrucksvoll beweist.
Mit freiwirtschaftlichem Gruß
Stefan Wehmeier
http://www.deweles.de/willkommen.html
Einen Kommentar schreiben.