Das Bistum Magdeburg hat nach Informationen der Tageszeitung «Die Welt» Millionenverluste durch Unternehmensbeteiligungen und Finanzmarktgeschäfte erlitten. Wie die Zeitung in ihrer Freitagsausgabe berichtet, kosten die wirtschaftlichen Aktivitäten die Katholiken der Diözese nach derzeitigem Stand seit dem Jahr 2004 mindestens 45 Millionen Euro. Um finanziell auf die eigenen Füße zu kommen, suchten Bistumsverantwortliche nach Möglichkeiten, selbst in die Erwerbswirtschaft einzusteigen. Es begann 1993 mit dem „Siedlungswerk St. Gertrud“, das dann in die Gero AG umgewandelt wurde. Doch diese fuhr Verluste in Millionenhöhe ein. Auch mit einer 50-Prozent-Beteiligung an einer Biotech-Firma für Krebsmedikamente hat sich das Bistum verkalkuliert. Und mit der amerikanischen Finanzkrise in den Jahren 2007/2008 hatte sich das Bistum auch bei seinem dritten Versuch verspekuliert: Investitionen in verschiedene riskante Finanzvehikel, bevorzugt in den USA.

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