Das Bistum Eichstätt hat einem Ruhestandspriester weitere Exorzismen verboten. Der Mann hatte 1997 die Erlaubnis zur Teufelsaustreibung erhalten, 2005 war sie ihm entzogen worden. Gegen dies Verbot verstieß der Priester jedoch. Ein Bericht des Bayerischen Rundfunks hatte kürzlich die Exorzismus-Debatte in der katholischen Kirche neu entfacht. Das Erzbistum Paderborn räumte ein, einen bayerischen Exorzisten offiziell mit einer Teufelsaustreibung beauftragt zu haben. Es habe in den vergangenen Jahren drei Fälle von kirchlich begleitetem Exorzismus im Erzbistum gegeben, sagte ein Sprecher. Auch das Augsburger Ordinariat bestätigte nach Bekanntwerden der Fälle in Paderborn grundsätzlich Teufelsaustreibungen. Seit dem Prozess um die Teufelsaustreibung an Anneliese Michel vollziehen die deutschen Bischöfe auch nicht den Wunsch des Vatikan, jedes Bistum möge einen Exorzisten ausweisen. Begründung: es sei kein Bedarf da. Doch wird nach Aussagen verschiedener Beteiligter in Deutschland beinah täglich ein Exorzismus vollzogen, meist inoffiziell und ohne Wissen der Diözesen.
Es habe ein klärendes Gespräch von Generalvikar Johann Limbacher mit dem pensionierten Priester gegeben, teilte das Bistum mit. In diesem habe der Geistliche “ausdrücklich sein Bedauern” ausgesprochen, dass er einen Exorzismus gesprochen und damit das Verbot missachtet habe. Der Priester habe sich verpflichtet, in Zukunft weder einen Exorzismus noch Befreiungsgebete zu sprechen.
Wie wir schon im Beitrag im “Mixa” Beitrag geschrieben haben, werden in Bayern wieder vermehrt Exorzismen durchgeführt. Einer jungen Frau wurde in Bayern in der jetzigen Zeit schon bis zu 24mal der Teufel ausgetrieben.
In der Sendung “quer” des Bayrischen Fernsehen berichtet eine junge Frau, die glaubte, vom Teufel besessen zu sein, von den zahlreichen Exorzismen, die katholische Geistliche an ihr vornahmen. Psychiater warnen vor dem mittelalterlichen Ritus, weil er gefährliche Teufelsgläubigkeit nähre und eine Heilung verhindern könne.
Sie glauben Hexenverbrennung gab es nur im Mittelalter? Im Dorf Nyakeo im Westen Kenias war es einmal mehr so weit. Rund Hundert Dorfbewohner trieben 11 Menschen, darunter 8 Frauen aus ihren Häusern. Die zumeist alten Menschen wurden gefässelt und anschließend bei lebendigem Leib verbrannt. Selbst die Frau des Dorfpfarrers wurde hingerichtet. Sieben weitere Frauen sollen ebenso ermordet worden sein. Von modernem Denken ist ein Großteil der Bewohner des kenianischen Dorfes Nyakeo offenbar weit entfernt. In einer Zusammenkunft machten sie 15 Frauen aus, die sie der Hexerei verdächtigten. Gegenseitig schaukelten sie sich immer mehr hoch, bis ihr Zorn überkochte. Der wütende Mob jagte durchs Dorf, brachte die Frauen in seine Gewalt und warf sie allesamt in ein großes Feuer, dort verbrannten sie grausam. “Ich kann nicht glauben, dass meine Frau auf so brutale Weise sterben musste”, entsetzte sich Enoch Obiero. Doch mit seiner Meinung war er fast alleine. Die meisten Menschen in der Gegend äußerten sogar Verständnis für die Lynchjustiz der Dorfbewohner! Einmal in Fahrt, setzten diese auch noch 50 Häuser in Brand. Der Aberglaube an Hexen ist in Kenia weit verbereitet. Bereits in den 90er-Jahren wurden nur aufgrund von Hexerei-Gerüchten dutzende Frauen verbrannt.
Der Augsburger “Gebährmaschinen-”Bischof Walter Mixa soll nach einem Medienbericht in Bayern einen Exorzisten zur Teufelsaustreibung beauftragt haben. Das meldete der Bayerische Rundfunk am Montag unter Berufung auf eine nicht näher genannte Quelle. Nach Aussagen «verschiedener Beteiligter» werde in Deutschland beinahe täglich ein Exorzismus vollzogen, meist inoffiziell und ohne Wissen der Diözesen. «Mir ist im Bistum Augsburg kein Fall bekannt», sagte hingegen der Augsburger Bistums-Sprecher Christoph Goldt. Wer unseren Blog aufmerksam liest, weiss das dem Herrn Goldt wieder entscheidene Fakten fehlen. Goldt kritisierte die Darstellung von Exorzismus in den Medien als «bedauerlich» und forderte eine «sachliche Ebene» für die Diskussion. «Da ist nichts Geheimnisvolles dabei», betonte er. Ein Sprecher des Erzbistums Paderborn (Nordrhein-Westfalen) ganzen Beitrag lesen… »
Zürich – Im Kampf gegen den Teufel rüstet die katholische Kirche auf. «Ich wünsche mir persönlich, dass das Bistum Chur einen Exorzisten einstellt», sagt Domherr Christoph Casetti von der Churer Bistumsleitung. Papst Benedikt XVI. hatte vergangene Woche angekündigt, weltweit mindestens 3000 zusätzliche Exorzisten zu berufen.
Sein Kollege Luigi Griffa, für die Kantone Waadt und Neuenburg zuständig, erklärt: «Ich habe viel zu tun, bekomme ständig Anrufe aus der ganzen Schweiz.»
In den übrigen Schweizer Diözesen werden Teufelsaustreibungen bisher von bedarfsweise bestellten Priestern vollzogen. «Diesen Leuten mangelt es oft an Ausbildung», begründet Casetti den Wunsch nach eigenen, speziell geschulten Exorzisten.
Mit ihrer Offensive ist die Schweizer Kirche in guter Gesellschaft. 2004 tagte in Mexiko die erste internationale Exorzismus-Konferenz; ein Jahr später bot die päpstliche Universität Athenaeum Regina Apostolorum erstmals Exorzismus-Kurse an. In Polen soll auf Betreiben eines Priesters ein Exorzismus-Zentrum entstehen. Im deutschsprachigen Raum haben spektakuläre Exorzismus-Skandale, bei denen Menschen ums Leben kamen, den Tatendrang der Teufelsaustreiber gebremst. Als Folge der Erstarkung linientreuer Katholiken könnte diese Skepsis nun weichen.
Die deutsche Bischofskonferenz weigert sich bislang beharrlich, Teufelsaustreiber zu nominieren. Exorzist Amorth ist darüber verärgert: „Die Bischöfe müssen sich ihrer Schuld bewusst sein, wenn sie keine Exorzisten benennen.“
Kirchensumpf meint: Die katholische Kirche sollte endlich erkennen, das sie sich nicht mehr im Mittelalter befindet!



