- Die Religion ist Opium für das Volk -
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Aussteiger: Tod und Folter bei Scientology

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Sie nennt sich Kirche, wird aber von vielen für eine reine Profitorganisation gehalten. Die US-amerikanische Zeitung “St. Petersburg Times” hat nun schockierende Details um die Sekte Scientology enthüllt. Aussteiger aus dem engsten Führungskreis berichten erstmals von Folterpraktiken, Gewalt und Tod.

Die 30 Scientologen saßen seit Wochen in einem Bürogebäude nahe Los Angeles fest. Sie durften die Räumlichkeiten nur einmal am Tag zum Duschen verlassen. Sie schliefen auf dem Boden, das Essen wurde ihnen gebracht. Hier, in ihrem Gefängnis, sollten sie Pläne entwickeln, die die so genannte Kirche voranbringen. Mitten in der Nacht rief Scientologyleiter David Miscavige die Mitarbeiter zu Sitzungen zusammen. Dann zwang er sie zu einem makaberen Spiel. Zu Queens “Bohemian Rhapsody” sollten seine Untergebenen “Reise nach Jerusalem” spielen. Stundenlang kämpften die Scientologen in ihren schicken Armeeuniformen um Stühle. “Niemals aufgeben” lautet eine der wichtigsten Lehren des L. Ron Hubbard.
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Sklaven in Irland

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© Titanic Magazin

Über den Missbrauchskandal in Irland an über 15000 Kindern, hauptsächlich Jungen, durch katholische Priester wurde ja schon viel geschrieben. Jetzt haben sich in einem Spiegel-Bericht erstmals die Opfer John Kelly und Patrick Walsh zu Wort gemeldet, die den Stein ins Rollen gebracht haben. Auzüge gefällig:

Die Ordensbrüder haben Kinder geschlagen, gequält, vergewaltigt. Sie ließen sie hungern und frieren, und manche der Gottesmänner haben die Lederriemen ihrer Peitschen mit Salz eingerieben, damit jeder Schlag lange brennt. “Das waren katholische Konzentrationslager, der irische Archipel Gulag”, sagt Kelly.

Jeder Bruder hatte sein eigenes Design. Die meisten ließen sich Pennys auf die neuen Lederstreifen nähen, damit es schmerzte. Manche bevorzugten Bleistücke oder Kupferdraht. Die noch Perfideren ließen die Gewichte ans Ende der Lederstreifen nähen. Dann wickelte sich das Leder beim Schlag gegen einen Schenkel ums Bein und traf oft die Hoden. “Du wurdest entmenschlicht, und irgendwann glaubtest du, dass du ein Untermensch bist”, sagt Kelly.

Sein Talar beeindruckte O’Gormans Mutter und auch den Jungen. Der Priester warb ihn, angeblich für eine Jugendgruppe. Aber schon am ersten Wochenende vergewaltigte er ihn, nachdem er sich vorher die Hände eingecremt hatte. “Wenn ich Creme rieche und das Geräusch höre, läuft es mir noch heute den Rücken runter.”

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Heimkinder fordern 25 Milliarden Euro

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Auf der Mitgliederversammlung des Vereins „Runden Tischs Heimerziehung“ am Pfingstwochenende in Mainz wurde mit großer Mehrheit ein Antrag verabschiedet, der u.a. die Einrichtung eines Entschädigungsfonds in Höhe von 25 Milliarden Euro vorsieht. Zusätzlich fordern die ehemaligen Heimkinder einen rentenversicherungsrechtlichen Ausgleich für die Zwangsarbeiten, die sie leisten mussten, sowie sofortige Verbesserungen der Rahmenbedingungen für die Behandlung der Traumata, unter denen viele ehemalige Heimkinder leiden. Experten sprechen in Bezug auf die zumeist in katholischen und evangelischen Institutionen erfolgte Heimerziehung der 50er und 60er Jahre von systematischen Menschenrechtsverletzungen. In Irland und Kanada haben Klagen von Heimkindern bereits zu Entschädigungen in Milliardenhöhe geführt. Zur Begründung der Entschädigungsforderung in Deutschland führte der Rechtsanwalt des VEH, Gerrit Wilmans, aus: „Auch wenn die Forderung auf den ersten Blick hoch erscheint, ist sie angesichts der großen Zahl der Betroffenen und der Schwere des erlittenen Unrechts, das ganze Biografien zerstört hat, maßvoll. Auch im internationalen Vergleich liegt die Forderung bezogen auf den Einzelfall absolut im Schnitt.“ Monika Tschapek-Güntner, die frisch gewählte erste Vorsitzende des Vereins, sagte: „Es darf keinen Unterschied machen, ob die grausamen Misshandlungen von Kindern und Jugendlichen in Irland, Kanada oder Deutschland stattgefunden haben. Jede dieser Taten ist eines zivilisierten Staates unwürdig und ist gleichermaßen zu entschädigen, unabhängig davon, wo sie geschehen sind.“

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Katholik sein, wird immer schwerer

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Okay, uns ist schon bewusst, das gläubige Katholiken unseren Blog nicht lesen! Aber sie lesen vielleicht die Seite Telepolis des heise-Verlages. Und diese Lektüre könnte sie in ihren Glauben beinträchtigen und deshalb möchten wir hier davor warnen. Obwohl wir annehmen, das wird nicht viel bringen, denn auch in Deutschland war sowas an der Tagesordung. Und die deutsche katholische Kirche hat noch niemals dazu Stellung genommen. Es wird wie immer, lieber ein Mantel des Schweigens, von der Kanzel geworfen.

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Heimkinder – geschlagen und vergessen

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Ein weiteres Mal berichtet das bundesdeutsche Fernsehen, diesmal die ARD, mit einer Dokumentation vom 15.04.2009, auch leider wieder erst um 23.30Uhr, über das düstere Kapitel der Heimerziehung der 50er und60er Jahre. Sie werden geschlagen, gedemütigt, missbraucht und müssen hart arbeiten: Heimkinder in der Bundesrepublik. Sie kommen ins Heim, weil sie nicht den Vorstellungen ihrer Eltern nach Ordnung, Moral und Angepasstsein entsprechen. So wie Wolfgang Focke, der insgesamt zwölf Jahre in mehreren evangelischen Heimen Schlägen, Demütigungen und Missbrauch ausgesetzt ist. Seine Mutter will ihn nicht mehr, sein Stiefvater schlägt ihn. Die Oma alarmiert das Jugendamt. Wolfgang Focke erzählt von seinen Erfahrungen, Ängsten und von seiner Knast-Karriere nach den Heimen. Er berichtet von mehrfachem Missbrauch in verschiedenen Heimen, vor allem durch einen Heimleiter. Danach gab’s immer Schokolade. Heute, mit 62 Jahren, will er endlich Entschädigung für diese Zeit und für die Arbeit, die er in den Heimen hat leisten müssen.

Der Petitionsausschuss der Bundesregierung hat nun ihr Leid anerkannt. Ein Runder Tisch unter Vorsitz der ehemaligen Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer soll Lösungen erarbeiten, wie mit diesem düsteren Kapitel der Nachkriegsgeschichte und den Forderungen der Heimkinder nach Entschädigung für die geleistete Arbeit und das Unrecht, das ihnen widerfahren ist, umgegangen werden soll. Doch schon macht das Familienministerium, das den Runden Tisch organisiert, einen Rückzieher, wenn es um Geld geht; genauso übrigens wie die Kirchen und Firmen, die sich nicht zuständig fühlen. Gehen die ehemaligen Heimkinder wieder mal leer aus?
Kirchensumpf: Im Jahre 2008 strahlte das ZDF, auch zu mitternächtlichen Stunde, eine ähnlich erschütternde Dokumentation “Zucht und Ordnung – Im Namen von Kirche und Staat” aus.

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