Steffen Poos ist evangelischer Pfarrer in Nagold-Iselshausen und er ist sehr beliebt in seiner Gemeinde. Und er ist homosexuell und möchte mit seinem Partner im Pfarrhaus zusammenleben. Doch genau dieser Wunsch nach Zweisamkeit im Pfarrhaus ist der Grund dafür, warum Pfarrer Poos jetzt seine Gemeinde verlassen muss und wohl in die Landeskirche Hessen-Nassau wechselt. Denn die Statuten der württembergischen Landeskirche untersagen gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften in Pfarrhäusern. Mit anderen Worten für homosexuelle Priester gibt es in der evangelischer Kirche in Baden-Würtenberg doch ein Zölibat. Somit befindet sich die evangelische Kirche in Baden-Würtenberg immer noch im Mittelalter. Um so erfreulicher ist die Meldung, das schon viele Gemeindemitglieder in der heutigen aufgeklärten Zeit angekommen sind. Die Gemeinde in Iselshausen ist geschockt vom Weggang des beliebten Geistlichen. Nach dem Gottesdienst am vergangenen Sonntag berichtete Poos der Gemeinde von seiner Homosexualität, seinem Weggang und dessen Gründen. Spontan brandete tosender Applaus für den Pfarrer auf. Verständnis für die Haltung der Kirche haben viele Iselshauser Gemeindemitglieder nicht. “Ich kann es nicht verstehen, dass es in der heutigen Gesellschaft noch so eine Haltung gibt”, sagt ein Gemeindemitglied. Dass er seiner Gemeinde über seine Homosexualität berichten würde, sei für ihn immer klar gewesen, sagte Poos gegenüber unserer Zeitung, auch weil Wahrheit und Ehrlichkeit ihm ein hohes Gut im Umgang mit den Menschen seien.
[Kirchensumpf] Schon bedenklich wenn zwischen der Institution Kirche und seinen Mitgliedern gedanklich 1000 Jahre liegen.
Der Kölner Erzbischof Joachim Meisner, das ist der mit den Äußerungen wie “Soldaten sind Herzspezialisten” und der hat auch ein Buch geschrieben mit der fundamentalistisch katholischen Gloria von Thurn und Taxis “Aids verhindert man, indem man weniger schnackselt” und ist natürlich auch immer stolz auf seine NAZI-Vergleiche, hat dem schwulen Buchautor David Berger die Erlaubnis zum Religionsunterricht entzogen. Der 77-jährige Kardinal begründete dies mit Bergers Kirchenkritik, die sein Vertrauen zu ihm zerstört habe. Berger habe durch seine Veröffentlichungen und Äußerungen in den Medien selbst den unwidersprochenen Anschein erweckt, in Lehre und Lebensführung nicht mit den moralischen und gesetzlichen Normen der Kirche übereinzustimmen, hieß es in einem Dekret.
Berger hatte in seinem Buch “Der heilige Schein” den Vorwürfe gegen die katholische Kirche erhoben, dass der Einfluss der Ultrakonservativen auf die ganze Kirche wachse. Berger sagte der Nachrichtenagentur DPA, seine Abberufung gehe auf den Druck extrem konservativer Kräfte zurück, die Unterschriftenaktionen veranstaltet hätten und sogar die Todesstrafe für Homosexuelle forderten. Er nannte unter anderem die Internetseiten kreuz.net und kath.net.
Berger bestritt, dass er die katholische Kirche als solche angegriffen habe. Er kritisiere nur ganz bestimmte Missstände innerhalb der Kirche, und dies sei die Aufgabe jedes katholischen Laien. Berger wird am Ville-Gymnasium in Erftstadt bei Köln nun künftig sein zweites Fach Deutsch unterrichten. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, kritisierte: “Meisner spricht einem profilierten Theologen die Kompetenz ab, weil er nicht asexuell lebt. Wäre die katholische Kirche nur bei Fällen sexuellen Missbrauchs halb so konsequent gewesen.” Mit den rechten Pius-Brüdern habe der Kardinal keine Probleme und lasse sie auch in seiner Diözese weiter gewähren. Auch die Reformbewegung “Wir sind Kirche” protestierte gegen die Strafaktion.
[Kirchensumpf] Die katholische Kirche befindet sich tiefer im Mittelalter als wir uns je vorstellen können. Und sie trauert mit Inbrunst ihrem Machtinstrument der Inquisition hinterher. Aber um so schneller die Ultrakonservativen und die total Verblendeten in der katholischen Kirche unter sich sind, je eher sinkt der altersschache Dampfer bis in den Marieanengraben.
Die finnische Internetseite eroakirkosta.fi ermöglicht es, Mitgliedern der Evangelisch-Lutherischen Kirche über ein Onlineportal aus der Kirche auszutreten. In der letzten Woche verzeichnete die Seite eine ungewöhnlich hohe Zahl an Kirchenaustritten. Am Mittwoch strahlte der finnische öffentlich-rechtliche Sender Yleisradio die Sendung Ajankohtainen Kakkonen, frei übersetzt: Die aktuellen Zwei, aus. Die Sendung, die in der vergangenen Woche am Dienstag ausgestrahlt wurde, beschäftigte sich mit verschiedenen Themen zu den Rechten von Homosexuellen. Unter anderem wurde auch das Recht auf gleichgeschlechtliche Ehen aufgegriffen. Diskussionsteilnehmer waren unter anderem die christlich-demokratische Parlamentsabgeordnete Päivi Räsänen und der Bischof von Tampere, Matti Repo. Besonders Päivi hat in der Vergangenheit bereits bekannt gegeben, dass sie gleichgeschlechtlichen Ehen kritisch gegenüber steht. Die Doppelmoral ihrer Evangelisch-Lutherischen Kirche war wohl vielen Gläubigen zu viel, so das die Hälfte der Austritte auf der Webseite noch während der laufenden Sendung statt fand.
Die finnische Internetseite eroakirkosta.fi, zu Deutsch: Verlasst die Kirche, ermöglicht es Finnen seit 2003 per Mausklick aus der Kirche auszutreten. Diese Art des Austritts ist möglich, da finnisches Recht zwar für einen behördlichen Kirchenaustritt ein schriftliches Formular verlangt, dieses aber nicht unterzeichnet sein muss.
Diese Erfahrung macht gerade der brasilianische Erzbischof Dadeus Grings. Dieser Mann der schon mal 2009 den Holocaust relativiert hatte, macht gerade wieder mal Schlagzeilen. „Die heutige Gesellschaft ist pädophil, das ist das Problem“, sagte der katholische Erzbischof der Tageszeitung „O Globo“. Deswegen würden mehr und mehr Pädophilenfälle aufgedeckt, so der 73-Jährige. Die Schuldfrage ist seiner Meinung nach klar: „Wenn Sexualität banalisiert wird, ist es logisch, dass dies Auswirkungen hat.“ Als Beispiel für die Banalisierung nannte er Homosexualität: „Früher hat niemand über den Homosexuellen gesprochen. Er wurde diskriminiert. Jetzt haben diese Menschen Rechte – etwa das Recht, in der Öffentlichkeit zu demonstrieren – und in kurzer Zeit werden viele denken, dass auch Pädophile Rechte haben.“ Die radikalkatholische Website kreuz.net fasste die Aussage des Erzbischofs unter der Überschrift „Nach den Homos bekommen die Pädos Privilegien“ zusammen. Dabei leben Schwule in Brasilien wahrhaftig nicht im Schlaraffenland: Im größten katholischen Land der Welt ist Homosexualität zwar nicht verboten, allerdings gelten Schwule und Lesben in der Machokultur oft nicht als gleichwertige Menschen. Die brasilianische Homo-Organisation Gruppo Gay da Bahia warnte im vergangenen Jahr vor einem “Homocaust”. So haben die Aktivisten im Jahr 2008 rund 200 Hassmorde an Homo- oder Transsexuellen registriert; die Dunkelziffer liegt allerdings weit höher.
[Kirchensumpf]: Was zuviel Sonne doch alles anrichten kann!
Beinahe täglich werden neue Missbrauchsfälle an deutschen Schulen und Internaten bekannt. Immer mehr Opfer melden sich bei den Behörden. Dabei geraten zunehmend auch Kinderheime ins Visier der Öffentlichkeit. Denn auch dort sollen seit den 1950er-Jahren Schützlinge missbraucht worden sein. Bei FAKT haben sich mehrere Opfer gemeldet.
Mittlerweile haben sich inzwischen 38 Misshandlungs-Opfer aus den Don Bosco-Heimen gemeldet, unter anderem in Augsburg. Die Hälfte von ihnen gibt an, sexuell missbraucht worden zu sein. Pater Ullrich Otto vom Don Bosco-Orden soll die Missbrauchsfälle in den Heimen aufarbeiten.
[Kirchensumpf] Don Bosco, Don Bosco, woher kommt uns das bekannt vor? Ach ja, da gibt es ja einen schwulen ehemaligen Zeitungsredakteur Udo J. Erlenhardt, der jetzt ein angeblicher rumänischen Kinderheimbetreiber sein soll. Sein Name Don Demidoff. Der ist ein großer Anhänger von Don Bosco Heimen.
Datenbank “Religio”, Jena - Das elektronische Informationssystem über Sekten, neue religiöse und ideologische Gemeinschaften und Psychogruppen in Deutschland
Die Laizisten - Petition gegen Religionsunterricht beim Bundestag
Ex-Heimkinder - Ursachen, Folgen und Auswege aus institutioneller Heimerziehung.