Okt 27
konsequent ?
Und das halten wir auch für KONSEQUENT! Angesicht des unermüdlichen Kampfes, als Papstbeschützer, ist das die gerechte Belohnung! Nach Informationen des Radiosenders Bayern 1 soll die Ernennung Ende November erfolgen, sieben Jahre nach der Bischofsweihe Müllers. Der 61-Jährige hatte in den vergangenen Jahren in der Öffentlichkeit immer wieder in der Kritik gestanden, unter anderem wegen seiner Reform der Laiengremien und für sein Krisenmanagement im Missbrauchsfall durch den Ex-Pfarrer von Riekofen. So wurde Müller seinerzeit als möglicher Kandidat für die Nachfolge des Münchner Kardinals Friedrich Wetter gehandelt, als wahrscheinlicher aber galt stets ein Wechsel in den Vatikan. Wie sehr der Papst den Regensburger Bischof schätzt, zeigt auch, dass er Müller mit der Herausgabe seiner Gesammelten Schriften beauftragt hat. Müller, der wie Benedikt XVI. vor seiner Bischofsweihe Professor für Dogmatik war, hat dazu im vergangenen Jahr eigens das Institut Papst Benedikt XVI. eingerichtet. Beobachter gehen davon aus, dass Kardinal Kasper bald in Ruhestand gehen könnte. Der ehemalige Bischof von Rottenburg-Stuttgart, der seit 2001 Präsident des für Ökumenefragen zuständigen Rats zur Förderung der Einheit der Christen ist, wird im Frühjahr 77 Jahre alt. So wird jedenfalls nicht, aus dem Vatikan und der gesamte katholische Kirche, der braune Gestank vertrieben!
Aug 20
Für jede kritische Geschichtsschreibung dürfte der 21. Januar 2009 der Interpretationsschlüssel zum Pontifikat Benedikts XVI. sein. Damals holte der Papst die vier Lefebvristen-Bischöfe, darunter den Holocaustleugner Richard Williamson, in den Schoss der Kirche zurück. Ausgehend vom Skandal um die Pius-Bischöfe, rollt ein Theologe mit Papst Benedikts Weltsicht auf: Es ist eine längst fällige Fundamentalkritik an dessen geschichtsfernem Denken. «Der Skandal der offiziellen Wiederversöhnung mit vier profilierten Antisemiten ist noch nicht ausgestanden, und Benedikt scheint den Ernst der Lage immer noch nicht begriffen zu haben», schreibt Häring. Er straft dessen Behauptung Lügen, von allem nichts gewusst zu haben. Denn Antisemitismus gehöre zum Grundbestand der Bruderschaft. Williamson höhnte schon 1989: «Die Juden haben den Holocaust nur ausgedacht, damit wir von ihnen in die Knie gehen und ihren neuen Staat Israel anerkennen.» Häring nimmt die unverfrorene Taktik der Römischen Kurie aufs Korn, mit der es ihr gelang, von der Antisemitismusdebatte abzulenken, den Papst als Opfer darzustellen und den Kritikern «sprungbereite Feindseligkeit» zu unterstellen.
Im Namen des Herrn: Wohin der Papst die Kirche führt
Hermann Häring
Gütersloher Verlagshaus
192 Seiten
ISBN: 978-3579064932
17,95 Euro
Für ihn habe sich die katholische Kirche im Nationalsozialismus als moralische Instanz bewährt. Auch sei ihm die Verwicklung der Kirchen mit dem Antijudaismus in Europa nie zum Problem geworden. So habe er seinen berühmten Grossonkel, den Theologen und Politiker Georg Ratzinger, als verdienstvollen und hochgeachteten Mann beschrieben, ohne sich zu dessen notorischem Antisemitismus zu äussern. Laut Häring kultiviert Ratzinger einen weltfernen Religionsbegriff im Dienste der platonischen Idee, wonach eine «göttliche Wahrheit streng überzeitlich und von irdischen Dingen nicht zu kontaminieren ist». Stattdessen richtet er Mauern auf gegen die moderne Bibelauslegung, Moral und partizipative Strukturen, schottet sich ab und grenzt das Leben aus.
Aug 14
Mit Gott …
Papst Benedikt XVI. hat die Konzentrationslager der Nazis als «extreme Symbole des Bösen» bezeichnet. Sie seien ein Zeichen der «Hölle, die sich auf der Erde auftut, wenn der Mensch Gott vergisst, sich an seine Stelle setzt und sich das Recht anmaßt, über Leben und Tod zu entscheiden und darüber, was gut und was böse ist», sagte der Papst am Sonntag beim Angelus-Gebet in Castel Gandolfo. Benedikt gedachte zweier katholischer Märtyrer, Edith Stein und Maximilian Kolbe, die in Auschwitz umgekommen waren. Leider vergas er zu erwähnen, das sich viele Geistliche und hohe Bischhöfe auch sehr gut mit dem NAZI-Regime arrangiert hatten. Ja sebst dem damalige Papst PIUS XII wird nachgesagt, er habe geschwiegen zu den “Symbolen des Bösen”! Und selbst der Papst Benedikt XVI. hat seine eigene Vergangenheit erfolgreich hinter sich gelassen und seine Biographie heiligenscheinlich gesäubert. Den auch er hatte braune Lehrer! Wir können nur hoffen, das dieser deutsche Papst nicht die Seligsprechung des Papstes Pius XII vornimmt. Als gläubiger Mensch muss man sich die Frage gefallen lassen, wo war Gott, während der NAZI-Herrschaft, im Urlaub?
Jul 12
Mit Benedikt XVI. hat ein deutscher Papst Israel besucht. Auch wenn der Papst im Heiligen Land die Juden «unsere älteren Brüder» genannt hat, darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass er ihnen nicht auf Augenhöhe begegnet. Der Grund liegt nicht so sehr in der Begnadigung des Holocaust-Leugners Richard Williamson. Schwerer wiegt, dass Benedikt mit der Zulassung der Lateinischen Messe am Karfreitag wieder für die Bekehrung der Juden zu Christus, dem «Retter aller Menschen», beten lässt. Die katholische Kirche hat eine lange Tradition was den Antisemitismus angeht. Und gerade im zweiten Weltkrieg gab es viele braune Kirchenmänner. Auch in der Jugend des heutigen Papstes Ratzinger, gab es Lehrer die der braunen Ideologie angehängt haben. Als nach der Papstwahl die englische Presse an die Mitgliedschaft des 17-jährigen Ratzingers in der Hitler-Jugend erinnerte, sprachen die deutschen Medien von schlechtem Stil. Für sie ist bis heute auch tabu, dass Ratzinger seine Karriere nazifreundlichen Förderern verdankt. Allen voran dem Regensburger Bischof Rudolf Graber,
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Mai 19
Carla Bruni
Das italienisch-geborene ehemalige Supermodel Carla Bruni-Sarkozy, eine getaufte Katholikin, verärgert gerade die Gläubigen in Frankreich. Frau Bruni hat den Papst für seine Äußerungen auf dem Weg nach Afrika “Die Benutzung von Kondomen verschlimmert das Aids-Problem” scharf kritisiert. Gegenüber der französischen Frauenzeitschrift Femme Actuelle, sagte sie: “Ich denke, dass die Kirche diese Äußerung überdenken sollte. Es hat sich heraus gestellt, dass Kondome, die die Kirche übrigens verbietet, der einzige vorhandene Schutz gegen Aids ist.“ Und mit dieser Meinung steht Frau Bruni nicht alleine, in Frankreich. Die Position des Papstes, gegen den Gebrauch der empfängnisverhütenden Mittel in Afrika, wurde in Frankreich – einschließlich von vielen Katholischen kritisiert. Ca. 43 Prozent von ihnen wünschten, entsprechend einer Abstimmung, der Papst würde seine Einstellung ändern.
André Roux, ein Verfassungshistoriker sagte: „Es ist beispiellos, dass die erste Dame Frankreichs, den Papst kritisiert. Keine der französischen Damen der letzten Staatsmänner hat es jemals gewagt, den Papst zu kritisieren.”
Kirchensumpf: Die Zeiten ändern sich eben, wir befinden uns nicht mehr im Mittelalter!