Ein Opfer sexuellen Missbrauchs im Erzbistum Freiburg in den 80er und 90er Jahren erhebt schwere Vorwürfe gegen den Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch. Er soll als ehemaliger Personalreferent im bischöflichen Ordinariat Freiburg den Verdacht auf schweren sexuellen Missbrauch durch einen Pfarrer in der Gemeinde Oberharmersbach im Ortenaukreis „vertuscht und verdeckt“ haben. Nach Recherchen des ARD-Politikmagazins REPORT MAINZ wurde der Pfarrer Franz B. unter Mitwirkung von Dr. Robert Zollitsch 1991 zwar in den Ruhestand versetzt. Die Staatsanwaltschaft allerdings wurde erst 1995 tätig, als ein Betroffener Anzeige erstattete.
Mit welchen rethorischen Mitteln Zollitsch und sein Ordinariat arbeiten um so die Öffentlichkeit zu täuschen, hat Skydaddy auf seinem Blog sehr gut nachgewiesen. Und über die Vergesslichkeit eines Robert Zollitsch hatten wir ja schon im Juni berichtet.
Eine Auszeichnung sorgt für Zoff innerhalb der Evangelischen Kirche in Thüringen. Die rechtsgerichtete Zeitschrift „Junge Freiheit“ hatte den Chef der evangelikalen Nachrichtenagentur „idea“ mit einem Preis geehrt.
EISENACH – Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) hat den Leiter der evangelikalen Nachrichtenagentur „idea“, Helmut Matthies und den Vorsitzenden des idea-Trägervereins, Horst Marquardt, zur Rückgabe des Gerhard-Löwenthal-Preises aufgefordert. Die Auszeichnung durch die rechtsgerichtete Wochenzeitung „Junge Freiheit“ berge die Gefahr, „dass die Tabugrenze im Graubereich zum Rechtsextremismus weiter nach unten verschoben wird“, erklärte EKM-Bildungsdezernent Christhard Wagner am Montag in Eisenach. Als Leiter und Chefredakteur setzt Helmut Matthies nicht nur die publizistischen Leitlinien der Zeitschrift ideaSpektrum und der Agentur idea. Er repräsentiert idea auch in der Öffentlichkeit. Mit der Annahme des Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreises lässt Matthies die gesamte idea-Redaktion auf dem Grat zum rechtsextremen Milieu balancieren. Wagner betonte, diese Ehrung dürfe nicht unwidersprochen bleiben.
Alternative Heilmethoden, Pendeln, Aura lesen, Heilpraktiker, Esotherik, selbsternannte Wunderheiler und die Homöopathie, sie alle wollen ein Stück vom großen Gesundheitskuchen ab bekommen. Aber wie macht man am besten auf sich aufmerksam. Durch Werbung, genau! Und da gibt es mal wieder ein lustiges Beispiel beim Mein Parteibuch zu lesen:
Geworben wird für Homöopathie regelmäßig im redaktionellen Teil der “Ärzte Zeitung“, einer auf die Zielgruppe Mediziner zugeschnittenen täglichen Publikation, die sich nach einem Intermezzo bei der berüchtigten Bertelsmann AG nun im Besitz der britischen “Heuschrecken” Cinven und Candover befindet. Der frühere Chefredakteuer, Dr. med. Thomas Kron, erklärte die vielen Beiträge zur Homöopathie in der “Ärzte Zeitung” gerade in einem Kommentar wie folgt:
“Der ganze Homöopathie-Quark steht nur deswegen in dem Blatt, weil die DHU – die Deutsche Homöopathie-Union – dafür bezahlt. Es handelt sich also um bezahlte Redaktion bzw. Werbung. Und da macht sich kein Redakteur mehr Gedanken über den inhaltlichen Wert der Beiträge. Es reicht, dass die DHU gezahlt hat. Ausserdem sind die verantwortlichen Chefredakteure keine Mediziner und verstehen rein gar nichts von dem, was in dem Blatt an Medizin drin ist.”
Ja, das war wohl mal ein ehrliches Statement zur “redaktionellen Qualität” der bekannten “Ärzte Zeitung”. Eigentlich hätte man es ja nun dabei bewenden lassen können. Doch Lanu hat da heute noch so eine lustige E-Mail bekommen, in der nicht Tanja-Anja, sondern eine Peggy Naumann ganz unauffällig erfahren möchte, “wer hinter Lanu und BooCompany steht”. So was aber auch. Ein Name ist immer sehr hilfreich, wenn jemand mit Hilfe der deutschen Zensurindustrie etwas aus dem Internet wegzaubern will. Wirklich lustig ist nun, dass die Propaganda-Verantwortliche bei der DHU, die sich nun am Streisand-Effekt erfreuen darf, zufällig Peggy Naumann heißt. Da darf man nun Peggy Naumann und der DHU dankbar sein. Lachen ist schießlich gesund.
Über selbstproduzierte Kirchensendungen verbreiten evangelikale Christen radikale Ansichten. Journalisten, die darüber kritisch berichten, werden in Kirchenmagazinen oder im Internet von den Anhängern massiv bedroht. Evangelikale Fundamentalisten in unchristlicher Aktion!
Die Wiener Linien haben die Atheisten-Buskampagne im letzten Moment gestoppt. Ab 5. Juni hätten auf Bussen der Linien 13A und 14A Sujets mit der Aufschrift „Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott. Werte sind menschlich. Es liegt an uns“ fahren sollen. Die Proponenten der Kampagne bezeichnen die überraschende Entscheidung der Wiener Linien als zweifelhaft.
„Es ist sehr ungewöhnlich, dass eine vertraglich vereinbarte Kampagne während der Laufzeit gestoppt wird“, sagt Niko Alm. Er ist Geschäftsführer der Agentur Super-Fi, die die Kampagne für Österreichs atheistische und humanistische Organisationen kostenlos abwickelt. „Inoffiziell hat es geheißen, man dürfe keine politische oder religiöse Werbung machen“, sagt Alm über die Ablehnung der Wiener Linien. „Ein Schreiben liegt leider noch nicht vor“.
„Das ist ein Unfug“, heißt es von den Organisationen AG-ATHE (Atheistinnen und Agnostikerinnen für ein säkulares Österreich), AHA (Allianz für Humanismus und Atheismus) und vom Freidenkerbund Österreich. „Zu sagen, dass es höchstwahrscheinlich keinen Gott gibt, kann man ja wohl kaum als religiöse Werbung bezeichnen“. Erich Eder (AG-ATHE) spricht von vorgeschobenen Gründen: „Die Gewista, bei der die Flächen gebucht waren, hatte keine Einwände. Aber kaum sehen die Wiener Linien die Sujets, bekommen sie kalte Füße“. „Es ist für uns eine traurige Überraschung, dass man in Wien genau so reagiert wie in Deutschland oder Italien. Offenbar ist die Stadt doch noch nicht so weit, wie wir geglaubt haben sondern fürchtet sich vor einer Diskussion“, zeigt sich Martin Luksan (Freidenkerbund) empört.
Datenbank “Religio”, Jena - Das elektronische Informationssystem über Sekten, neue religiöse und ideologische Gemeinschaften und Psychogruppen in Deutschland
Die Laizisten - Petition gegen Religionsunterricht beim Bundestag
Ex-Heimkinder - Ursachen, Folgen und Auswege aus institutioneller Heimerziehung.