- Die Religion ist Opium für das Volk -
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Esoterik ist was für Scharlatane

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In einem Beitrag für das Schweizerischen Fernsehen deckt Regina Buol gleich zwei Fälle von Scharlatanerie auf. Auf der Esoterikmesse «Lebenskraft 2011» im Zürcher Kongresshaus zeigt sie exemplarisch, dass die Welt der Esoterik eine Szene des Aberglaubens ist. Zur Messe für Bewusstsein, Gesundheit und Lebenshilfe pilgerten auch 2011 rund 8.000 Besucherinnen und Besucher. Selbst die Messeleiterin Angelika Meier ist auf der Suche und wagt ein Experiment: Durch einen psychochirurgischen Eingriff – eine Operation ohne Skalpell und Narkose – will sie ihre Gallensteine entfernen lassen. Tage später will sie von einem Schulmediziner wissen, ob sie die Gallensteine tatsächlich losgeworden ist. Oh Schock 8-O – leider sind sie noch da. Na das hätten wir ihr auch mitteilen können.

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Mystischer Mumpitz bei Maischberger

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Reichlich esoterisch ging es bei Sandra Maischberger zu. Lichtnahrung, Raumklärung, Gedankenlesen und anderes Rätselhaftes waren Themen der Sendung mit dem Titel „Übersinnliche Kräfte. Geladen waren ein Ruediger Dahlke, der als Arzt und Esoterik-Bestsellerautor vorgestellt wurde, eine Frau namens Nora Rhiola Klee, die einen Humbug, der sich „Raum-Klärung“ nennt, betreibt und das „Medium“ Kim-Anne Jannes, die neulich bei RTL im Haus der Witwe von Uwe Barschel kund tat, mit diesem in Kontakt zu sein. Sie konnte ausrichten, dass er nicht ermordet worden sei.

Machen wir uns aber nichts vor. In der Esotherik-Szene wird mit nicht überprüfbaren Humbug richtig Kohle gemacht. Nicht umsonst sonst kommen viele “Instituts”-Gründer direkt von dem ALDI-Kassenstuhl. Und leider gibt es viel zu viele leichtgläubige Menschen.


 

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Dr. Scharlatan – Die Juden sind schuld

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Ryke Geerd Hamer: Todkranke Menschen suchen verzweifelt Rettung bei ihm. Er, der Begründer einer braunen Medizinsekte, macht ihnen Hoffnung. Ein oft tödliches Versprechen, wie Recherchen für Kontrovers-Extra zeigen. Ryke Geerd Hamer, Begründer dieser Bewegung, lebt heute in Norwegen. Er ist mehrfach vorbestraft und bereits seit 1986 ohne Approbation. Aus seinem Exil in Norwegen gibt er trotzdem Ferndiagnosen.

Für Hamers braune Medizinlehre ist antisemtische Hetze zentral. Er selbst und seine Anhänger werfen im Internet und auf zahlreichen Vorträgen den Juden Genozid durch Chemotherapie vor. Nur die Verzweiflung der Menschen kann erklären, warum so viele Menschen Hamer vertrauen – auch in Bayern. Der Andrang zu Vorträgen und Stammtischen der sogenannten Germanischen Neuen Medizin ist ungebrochen.
weiterführende Links:
Todesfalle Germanische Neue Medizin
Scharlatane heilen keinen Krebs

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Tödlicher Ausverkauf

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Dutzende von AIDS-Opfern aus Taiwan und Hongkong haben in den USA Klage gegen den deutschen Pharmakonzern Bayer AG eingereicht. Sie werfen dessen früherer Tochterfirma Cutter vor, 1984 und 1985 AIDS-verseuchte, in den USA und in Europa nicht mehr absetzbare Präparate nach Asien verkauft zu haben, um sie nicht abschreiben zu müssen. Mehrere Hundert Patienten, oft Kinder oder Heranwachsende, wurden damals mit dem Virus infiziert. Wie viele von ihnen heute noch leben, ist nicht bekannt, weil AIDS in Asien noch immer als großes Tabu gilt.

Der im September und im November ausgestrahlte WDR-Film „Tödlicher Ausverkauf – wie ‘AIDS’ nach Asien kam“ dokumentiert nun detailliert, mit welcher Kaltblütigkeit der Konzern für seinen Profit über Leichen ging.

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Killerbrut – Der tödliche Schlendrian

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Das es in Deutschland eine Zweiklassenmedizin gibt, ist ja schon länger bekannt. Und es wird jetzt auch schon durch die Krankenkassen offen dafür geworben. So wie die Hanse-Merkur. Im Jahr 1848 gelang es dem ungarischen Arzt Ignaz Semmelweis (Retter der Mütter), die Sterblichkeitsrate junger Mütter in einem Wiener Hospital von rund 12 auf 1,3 Prozent zu senken. Seine Methode: Er wies behandelnde Ärzte an, sich vor den Untersuchungen die Hände zu desinfizieren. Mehr als 150 Jahre ist diese hygienische Errungenschaft alt und Semmelweis ein anerkannter Pionier. Doch wer glaubt, dass in deutschen Krankenhäusern seither in Sachen Hygiene die Dinge zum Besten stehen, sieht sich böse getäuscht. Das führt Meike Hemschemeiers Bestandsaufnahme “Killerbrut” in aller Deutlichkeit vor Augen. Die WDR-Dokumentation begibt sich gemäß Untertitel auf die unsichtbaren Spuren einer “verschwiegenen Katastrophe”. Das Schockierendste: Sie wäre ganz einfach vermeidbar.

Jeder zehnte bis 20. Patient wird laut WDR-Recherchen genau dort mit Keimen infiziert, wo Gesundheit doch eigentlich alles ist: in deutschen Krankenhäusern. 40.000 Patienten sterben jährlich an den Folgen, viel mehr als es Verkehrs- oder AIDS-Tote gibt – ohne dass eine breite Öffentlichkeit Notiz nähme. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, über die Volker Pispers zu Recht Richtiges sagt, sollte sofort zurücktreten, angesichts solcher unhaltbaren Zustände, in deutschen Krankenhäusern. Eins kann man Ulla Schmidt aber nicht vorwerfen, das Fahrtenbuch ihres Dienstwagens kann sie ausfüllen, auch in spanisch. Das deutsche Gesundheitssystem wurde auf dem Altar des schnöden Mammons geopfert.

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