Ryke Geerd Hamer: Todkranke Menschen suchen verzweifelt Rettung bei ihm. Er, der Begründer einer braunen Medizinsekte, macht ihnen Hoffnung. Ein oft tödliches Versprechen, wie Recherchen für Kontrovers-Extra zeigen. Ryke Geerd Hamer, Begründer dieser Bewegung, lebt heute in Norwegen. Er ist mehrfach vorbestraft und bereits seit 1986 ohne Approbation. Aus seinem Exil in Norwegen gibt er trotzdem Ferndiagnosen.
Für Hamers braune Medizinlehre ist antisemtische Hetze zentral. Er selbst und seine Anhänger werfen im Internet und auf zahlreichen Vorträgen den Juden Genozid durch Chemotherapie vor. Nur die Verzweiflung der Menschen kann erklären, warum so viele Menschen Hamer vertrauen – auch in Bayern. Der Andrang zu Vorträgen und Stammtischen der sogenannten Germanischen Neuen Medizin ist ungebrochen. weiterführende Links: Todesfalle Germanische Neue Medizin Scharlatane heilen keinen Krebs
Dutzende von AIDS-Opfern aus Taiwan und Hongkong haben in den USA Klage gegen den deutschen Pharmakonzern Bayer AG eingereicht. Sie werfen dessen früherer Tochterfirma Cutter vor, 1984 und 1985 AIDS-verseuchte, in den USA und in Europa nicht mehr absetzbare Präparate nach Asien verkauft zu haben, um sie nicht abschreiben zu müssen. Mehrere Hundert Patienten, oft Kinder oder Heranwachsende, wurden damals mit dem Virus infiziert. Wie viele von ihnen heute noch leben, ist nicht bekannt, weil AIDS in Asien noch immer als großes Tabu gilt.
Der im September und im November ausgestrahlte WDR-Film „Tödlicher Ausverkauf – wie ‘AIDS’ nach Asien kam“ dokumentiert nun detailliert, mit welcher Kaltblütigkeit der Konzern für seinen Profit über Leichen ging.
Das es in Deutschland eine Zweiklassenmedizin gibt, ist ja schon länger bekannt. Und es wird jetzt auch schon durch die Krankenkassen offen dafür geworben. So wie die Hanse-Merkur. Im Jahr 1848 gelang es dem ungarischen Arzt Ignaz Semmelweis (Retter der Mütter), die Sterblichkeitsrate junger Mütter in einem Wiener Hospital von rund 12 auf 1,3 Prozent zu senken. Seine Methode: Er wies behandelnde Ärzte an, sich vor den Untersuchungen die Hände zu desinfizieren. Mehr als 150 Jahre ist diese hygienische Errungenschaft alt und Semmelweis ein anerkannter Pionier. Doch wer glaubt, dass in deutschen Krankenhäusern seither in Sachen Hygiene die Dinge zum Besten stehen, sieht sich böse getäuscht. Das führt Meike Hemschemeiers Bestandsaufnahme “Killerbrut” in aller Deutlichkeit vor Augen. Die WDR-Dokumentation begibt sich gemäß Untertitel auf die unsichtbaren Spuren einer “verschwiegenen Katastrophe”. Das Schockierendste: Sie wäre ganz einfach vermeidbar.
Jeder zehnte bis 20. Patient wird laut WDR-Recherchen genau dort mit Keimen infiziert, wo Gesundheit doch eigentlich alles ist: in deutschen Krankenhäusern. 40.000 Patienten sterben jährlich an den Folgen, viel mehr als es Verkehrs- oder AIDS-Tote gibt – ohne dass eine breite Öffentlichkeit Notiz nähme. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, über die Volker Pispers zu Recht Richtiges sagt, sollte sofort zurücktreten, angesichts solcher unhaltbaren Zustände, in deutschen Krankenhäusern. Eins kann man Ulla Schmidt aber nicht vorwerfen, das Fahrtenbuch ihres Dienstwagens kann sie ausfüllen, auch in spanisch. Das deutsche Gesundheitssystem wurde auf dem Altar des schnöden Mammons geopfert.
Alternative Heilmethoden, Pendeln, Aura lesen, Heilpraktiker, Esotherik, selbsternannte Wunderheiler und die Homöopathie, sie alle wollen ein Stück vom großen Gesundheitskuchen ab bekommen. Aber wie macht man am besten auf sich aufmerksam. Durch Werbung, genau! Und da gibt es mal wieder ein lustiges Beispiel beim Mein Parteibuch zu lesen:
Geworben wird für Homöopathie regelmäßig im redaktionellen Teil der “Ärzte Zeitung“, einer auf die Zielgruppe Mediziner zugeschnittenen täglichen Publikation, die sich nach einem Intermezzo bei der berüchtigten Bertelsmann AG nun im Besitz der britischen “Heuschrecken” Cinven und Candover befindet. Der frühere Chefredakteuer, Dr. med. Thomas Kron, erklärte die vielen Beiträge zur Homöopathie in der “Ärzte Zeitung” gerade in einem Kommentar wie folgt:
“Der ganze Homöopathie-Quark steht nur deswegen in dem Blatt, weil die DHU – die Deutsche Homöopathie-Union – dafür bezahlt. Es handelt sich also um bezahlte Redaktion bzw. Werbung. Und da macht sich kein Redakteur mehr Gedanken über den inhaltlichen Wert der Beiträge. Es reicht, dass die DHU gezahlt hat. Ausserdem sind die verantwortlichen Chefredakteure keine Mediziner und verstehen rein gar nichts von dem, was in dem Blatt an Medizin drin ist.”
Ja, das war wohl mal ein ehrliches Statement zur “redaktionellen Qualität” der bekannten “Ärzte Zeitung”. Eigentlich hätte man es ja nun dabei bewenden lassen können. Doch Lanu hat da heute noch so eine lustige E-Mail bekommen, in der nicht Tanja-Anja, sondern eine Peggy Naumann ganz unauffällig erfahren möchte, “wer hinter Lanu und BooCompany steht”. So was aber auch. Ein Name ist immer sehr hilfreich, wenn jemand mit Hilfe der deutschen Zensurindustrie etwas aus dem Internet wegzaubern will. Wirklich lustig ist nun, dass die Propaganda-Verantwortliche bei der DHU, die sich nun am Streisand-Effekt erfreuen darf, zufällig Peggy Naumann heißt. Da darf man nun Peggy Naumann und der DHU dankbar sein. Lachen ist schießlich gesund.
Kritiker warnen schon länger vor einer Lockerung des Werbeverbots für Medikamente in der EU. EU-Industriekommissar Günter Verheugen gibt jetzt ja schon länger den Pharmalobbyisten und setzt sich für eine Ausweitung des Informationsrechts der Medikamentenhersteller ein. Über einen entsprechenden EU-Gesetzentwurf muss noch entschieden werden. Bisher ist den Herstellern jede Verbraucherinformation über rezeptpflichtige Medikamente in den Medien verboten. Das ZDF-Magazin “Frontal21″ hat über dieses Thema wieder einen hervorragenden Beitrag gemacht.
Seine im Beitrag gezeigte Anbiederungsrede vor Pharmavertretern ist schon mehr als peinlich. Die Pharmaindustrie ist ja durch seine umfangreiche Lobbyarbeit immer wieder Thema vom ZDF. Dafür erhalten jetzt zu Recht die “Pharmakartell“-Autoren Astrid Randerath und Christian Esser in diesem Jahr den Hanns-Joachim-Friedrichs-Förderpreis.
Datenbank “Religio”, Jena - Das elektronische Informationssystem über Sekten, neue religiöse und ideologische Gemeinschaften und Psychogruppen in Deutschland
Die Laizisten - Petition gegen Religionsunterricht beim Bundestag
Ex-Heimkinder - Ursachen, Folgen und Auswege aus institutioneller Heimerziehung.