- Die Religion ist Opium für das Volk -
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Meinungsfreiheit und das UI

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Gebriele WittekGabriele Wittek

Der Film des Hessischen Rundfunks (HR) sorgte 1993 in Unterfranken für Wirbel. Unter dem Titel „Das Seelenkartell – Geheime Machenschaften einer Sekte“ hatten Ulrike Bremer und Kamil Taylan einen Film über das Universelle Leben (UL) gedreht, der am 10. Dezember im Abendprogramm der ARD gesendet wurde. 16 Jahre nach seiner Ausstrahlung beschäftigt der Streifen erneut die Gerichte. Die Gemeinschaft um die UL-Prophetin Gabriele Wittek fordert die Entfernung des 44-Minuten-Videos aus dem Fundus des Landkreis-Medienzentrums Altötting. UL-Rechtsanwalt Christian Sailer hat einem Bericht der „Passauer Neuen Presse“ (PNP) zufolge einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht München eingereicht. Sailer argumentiert, der HR-Beitrag von 1993 sei „voller Hetze“, die Sachverhalte seien gegenstandslos und veraltet. Außerdem sei der Landkreis zu weltanschaulicher und religiöser Neutralität verpflichtet. Der ARD-Beitrag beleuchtet unter anderem die Rolle zweier zum damaligen Zeitpunkt wichtigen Männer „hinter der Prophetin“, die im UL-Firmen- und Finanzkonzern ganz oben standen. Die beiden liefen Sturm gegen den Film, Gerichte kamen allerdings zu der Überzeugung, die von den „Christusfreunden“ beanstandeten Textpassagen seien vom Recht auf freie Meinungsäußerung und der Freiheit der Berichterstattung gedeckt.


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Der Außenseiter Vernunft

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Artikel von MARTIN URBAN in der Süddeutschen vom 13.11.2009

In der Amtskirche bleibt die kritische Theologie unerwünscht

Religiöse Gefühle soll man nach alter Sitte nicht verletzen. Die Vernunft dagegen darf man ungestraft beleidigen. Die Kirchen fühlen sich hierzulande zuständig für die religiösen Gefühle. Sie prägen die unterschiedlichen Vorstellungen davon, was denn beleidigend sein kann und was nicht. Die Vernunft darf traditionell außen vor bleiben. Seit mehr als hundert Jahren gibt es die historisch-kritische Theologie. Aber deren Erkenntnisse werden nicht beachtet. Das würde die gerne zitierten “geistlich Armen” beleidigen. Wenn diese Frömmsten der Frommen erfahren würden, wie brüchig die Fundamente ihres Glaubens sind, dann würden auch noch diese letzten Kirchgänger fortbleiben. Deshalb versuchen die Amtskirchen ihre schärfsten theologischen Kritiker mit dem Etikett “Außenseiter” aseptisch zu machen.

Die evangelische Kirche in Deutschland sieht sich neuerdings “im Aufbruch”. Genauer gesagt, der scheidende Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Wolfgang Huber, sieht sie so. Zwar verlassen immer mehr Christen ihre Kirchen. Aber die EKD hat nun, um die Qualität der Gottesdienste zu verbessern, einen Experten berufen – den bisherigen Obmann für Posaunenchöre aus Oldenburg. Da werden sich die Kirchen gewiss wieder füllen! Wolfgang Huber hat seine Kirche überdies den historisch-unkritisch bibeltreuen Fundamentalisten – den Evangelikalen, den Pietisten – geöffnet und ist stolz darauf. Er geht damit analog den selben Weg wie Papst Benedikt XVI., der die Pius-Brüder, die fundamentalistischen Anglikaner und die Orthodoxen der römisch-katholischen Kirche näherbringen will. ganzen Beitrag lesen… »

BVG doch unglaubwürdig?

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Auf Berliner U-Bahnhöfen hängen seit ein paar Tagen Großplakate eines christlichen Missionsdienstes. Halten sich die Berliner Verkehrsbetriebe nicht an den Vorstandsbeschluss vom März, keinerlei religiöse oder weltanschauliche Werbung mehr zu plakatieren? Ende April / Anfang Mai wurde dann die Skepsis wieder größer, ob die BVG nicht vielleicht doch nur eine Scheinbehauptung übermittelt habe, um die atheistische Werbekampagne ablehnen zu können, denn sowohl auf U-Bahnhöfen hingen Großplakate und an verschiedenen Stellen im BVG-Bereich waren „City Lights“ sichtbar, auf denen Werbung für das katholische Bischöfliche Hilfswerk Misereor plakatiert war: „Gott kann nicht alles regeln. Für uns bleibt noch genug zu tun.“ Die BVG geriet nun in den vielfach geäußerten Verdacht, wortbrüchig geworden zu sein und doch den Christen zu erlauben, was sie den Atheisten verweigerte. BVG-Sprecher Wazlak weist diesen Vorwurf zurück. Man sei selber von dieser Kampagne völlig überrascht gewesen. Die BVG ließe zurzeit von ihren Juristen prüfen, ob das rechtens sei. Das man sich in einem öffentlichen Widerspruch befände, darüber sei sich die BVG im Klaren, müsse aber die juristisch Prüfung abwarten. Und sowas kann in Deutschland ja bekanntlich Jahre dauern.

Evangelikale Christen attackieren Journalisten

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Über selbstproduzierte Kirchensendungen verbreiten evangelikale Christen radikale Ansichten. Journalisten, die darüber kritisch berichten, werden in Kirchenmagazinen oder im Internet von den Anhängern massiv bedroht. Evangelikale Fundamentalisten in unchristlicher Aktion!


Weiterführende Links:

Artikel aus der Q-Rage 2008/2009
Artikel aus dem Spiegel
Artikel aus der TAZ
Artikel aus Telepolis
Blogeintrag bei Gender:queer
Stellungsnahme des LSVD

Münchner Optiker sorgt für Aufmerksamkeit

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Ein Optiker hat sich eine Papst-Puppe mit Kondom und Babyklappe ins Schaufenster gestellt. Katholische Ärzte sind entsetzt über diese Verunglimpfung. Was war denn das? Eine Puppe in Priesterkutte mit einem Kondom auf dem Finger, auf ihrem Schoß Babypuppen, über dem Kopf baumeln Präservative, auf dem Boden liegen verstreut die Verpackungen. Am Schaufenster klebt ein Pappkarton mit der Aufschrift „Babyklappe“. Drei junge Männer stocken, gehen wieder ein paar Schritte zurück und schießen Fotos. Sie kichern. Über diese ungewöhnliche Werbeaktion der Krass Optik-Filiale am Isartor kann Dr. Gero Winkelmann, Chef des Kreises Katholischer Ärzte in München, gar nicht lachen. Angeblich wird die Würde des Papstes herabgesetzt.

Es ist schon komisch, die Leute auf der Straße sehen das eigentlich sportlich, Herr Dr. Gero Winkelmann wähnt den Untergang des Abendlandes. Über die angebliche “Verunglimpfung” der Ärtzeschaft in dem angrenzenden Schaufenster verliert der Mann kein Wort. Einfach Krass, halt.


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