- Die Religion ist Opium für das Volk -
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Die Katholiken und die Marienkinder

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Das Versöhnungsangebot des Papstes an die ultrakonservative Pius-Bruderschaft schlägt seit Wochen hohe Wellen. Ein weiterer, ähnlicher Prozess, verläuft dagegen beinahe geräuschlos: Der Versuch, die Marienkinder wieder in den Schoß der Kirche zu holen. Die Marienkinder werden wieder langsam an das Gesangsbuch „Gotteslob“ herangeführt um eine Eingliederung möglich zu machen. Nach Erkenntnissen leben derzeit rund 140 Personen im Kreis der Marienkinder. Die Glaubensgemeinschaft besitzt bekanntlich mehrere Gebäude im Gewerbegebiet von Bad Wörishofen und betreibt dort ein Transportunternehmen. Ob sich die katholische Kirche mit dieser Aktion ein Gafallen tut, wagen wir zu bezweifeln. Unter der Führung des Maurers Joseph Zanker wurde die Gemeinschaft als Sekte geführt. Die Leiden der Betroffenen halten bis heute an. Viele verloren durch die Demütigungen Ihre Würde und oft den Mut zum Leben. Es existieren Gerüchte, das auch in dem Transportunternehmen, immer noch sektenartige Züge herrschen.

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Eine Sekte als Wirtschaftsimperium

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imagebrb.JPGDen wenigsten Einwohner in der berühmten Kurstadt Bad Wörishofen ist bekannt, dass mit der Firma „AVE M“ ,Leonhard-Oberhäußer-Str. 8, die durch die Presse bekannt gewordene Sekte „Marienkinder“ auch „AVE Maria“ genannt in Verbindung gebracht wird. In der gleichen Strasse haben auch die „Zeugen Jehovas“ ihren „Königreichsaal“. Immer mehr LKW mit der Aufschrift „AVE“ sieht man auf den Strassen Bayerns. In jedem LKW ein Marienaltar. Die Fahrer sind Frauen und Männer, die für ihre Sekte der „Marienkinder“ wie sie sich nennen, den ganzen Tag schuften und fahren.
Wer waren aber nun die ehemaligen Marienkinder? Die Marienkinder, die sich auch als „Kreuzträger der Jungfrau Maria“ bezeichnen, waren ursprünglich 1983 Mindelheim. Sie lebten dort als eine Großfamilie zusammen. Angeblich sollen es damals um die 200 Personen gewesen sein. Führer der Gemeinschaft war der Maurer Joseph Zanker, der 1937 in München geboren wurde. Weiter ein kath. Pfarrer Johannes Maria Bauer (1919 – 1999). Zanker nahm die “Unterwerfung” allerdings sehr ernst und wurde immer wieder gewalttätig, vor allem gegenüber Mädchen und Frauen. Es herrschte oft Angst auch um die Kinder. Zanker schlug oft mit aller Brutalität zu und verschaffte sich hierdurch Respekt als Führer der Marienkinder. Zanker wurde 1996 zu vier Jahren Haft wegen mehrfacher schwerster Körperverletzungen verurteilt. Die Leiden der Betroffenen halten bis heute an. Viele verloren durch die Demütigungen Ihre Würde und oft den Mut zum Leben. Es mussten sich Psychologen und sonstiges Fachpersonal um die geschlagenen Seelen kümmern.


  

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