- Die Religion ist Opium für das Volk -
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Auslands-Priester unter Missbrauchsverdacht

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Die Staatsanwaltschaft Darmstadt ermittelt gegen einen Priester des Bistums Mainz wegen des Vorwurfs der sexuellen Nötigung. Der Mann, der zuletzt als Auslandspfarrer in Washington (USA) arbeitete, wurde vom Bistum inzwischen nach Deutschland zurückgeholt und bis zur Klärung der Vorwürfe von allen Aufgaben entbunden. Womöglich leitet die Staatsanwaltschaft auch Ermittlungen gegen das Schönstatt-Institut in Simmern ein, dem der Pfarrer angehörte. Dort habe man seit 2004 von den Vorwürfen gewusst, heißt es in einer Mitteilung des Bistums. Sie waren der Grund dafür, dass der Priester ins Ausland geschickt wurde. Schon damals soll sich ein Opfer an die Institutsleitung gewandt haben. Der Leiter bat daraufhin den Mainzer Bischof Karl Lehmann, den Priester nicht mehr im Bistum einzusetzen, sondern ihm eine Zeit der Besinnung im Ausland zu gewähren. Nach Mitteilung des Bistums Mainz soll der Pfarrer von Ende der achtziger Jahre bis in die frühen neunziger Jahre sexuelle Beziehungen zu mehreren weiblichen Jugendlichen und jungen Frauen unterhalten haben, die sich ihm in seiner Eigenschaft als Seelsorger der Schönstatt-Mädchenjugend anvertrauten.

Scientology – Die Sektenkirche

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Der mehrfach preisgekrönte, investigative BBC-Reporter John Sweeney will herausfinden, ob Scientology wirklich so altruistisch ist, wie die Selbstvermarktung glauben lassen möchte. Berichte über Scientology sind wegen Klagsandrohungen und Einschüchterungsversuchen für Journalisten immer auch eine Nervenprobe. Die Weltjournal-Reportage zeigt, wie der BBC-Reporter bei seinen Recherchen in der Scientology-Niederlassung in England und rund um das Scientology-Hauptquartier in den USA bespitzelt, behindert und angebrüllt wird – und zu guter Letzt zurück brüllt.



 
Quelle: Atheist Media Blog

Die Seelenfänger

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Es ist erschütternd, zu sehen, wie viele Familien durch Scientology zerstört worden sind. Heiner von Rönn kehrte Scientology vor Jahren den Rücken. Seine beiden Söhne blieben bei ihrer Mutter und in der Organisation. 2002 werden Heiner und seine zweite Frau von Scientology zu “Suppressive Persons” oder Feinden der Organisation erklärt. Mit ihnen müssen Scientologen alle Beziehungen abbrechen. Kurz darauf trennt sein älterer Sohn sich von ihm. Die Dokumentation “Die Seelenfänger” ergänzt die Ausstrahlung des Spielfilms “Bis nichts mehr bleibt“.



 

Ratzinger – Der Schweigsame

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Im Missbrauchsskandal um katholische Geistliche steht erneut auch Papst Benedikt XVI. persönlich am Pranger: Wie die Zeitung “New York Times” unter Berufung auf bislang geheime Kirchenakten berichtet, hat der damalige Kardinal Joseph Ratzinger in den 1990er Jahren nichts gegen einen Priester unternommen, der Jahre zuvor in den USA bis zu 200 gehörlose Jungen missbrauchte. Im Mittelpunkt stand demnach der 1998 verstorbene Priester Lawrence Murphy, der von 1950 bis 1974 in einer bekannten Schule für gehörlose Kinder arbeitete. 1996 habe der damalige Kardinal Ratzinger auf zwei Briefe des damaligen Erzbischofs von Milwaukee, Rembert G. Weakland, zu dem Fall nicht geantwortet, so die New York Times. Aus den Dokumenten geht dem Bericht zufolge hervor, dass drei nacheinander amtierende Erzbischöfe von dem Fall wussten, aber nie die Behörden einschalteten. Ein kircheninternes Verfahren gegen den Priester, der 1998 starb, wurde demnach auf Anweisung von Ratzingers damaligem Stellvertreter eingestellt. Insgesamt wurden nach dem Bericht der Zeitung drei hintereinander amtierende Erzbischöfe in Wisconsin über den mutmaßlichen sexuellen Missbrauch in Kenntnis gesetzt, jedoch informierte keiner von ihnen die Behörden. So sei Murphy auch nie von einem staatlichen Gericht zur Rechenschaft gezogen worden. Erzbischof Weakland habe die Vorwürfe gegen Murphy 1993 von einem besonders geschulten Sozialarbeiter untersuchen lassen. Murphy habe ausgesagt, dass er etwa 200 Jungen belästigt habe. Er habe aber keine Reue gezeigt. Der Priester sei 1974 in aller Stille in eine Diözese im nördlichen Wisconsin versetzt worden. Dort habe er bis zu seinem Tod weiter in Gemeinden, Schulen und – laut einer Klageschrift – im Jugendstrafvollzug Umgang mit Kindern und Jugendlichen gehabt. Papst Benedikt XVI. war zuvor bereits wegen eines Missbrauchsfalls in seiner früheren Diözese München und Freising unter Druck geraten. Die Erzdiözese hatte in der vergangenen Woche bestätigt, dass der Papst im Jahr 1980 als Erzbischof der Versetzung eines offenbar pädophilen Priesters aus Essen nach München zustimmte, damit dieser dort eine Therapie machen konnte. Er wurde jedoch wieder in der Gemeindearbeit eingesetzt.

Weiterführende Links:
Große katholische Vertuschung von Christopher Hitchens
Vorwürfe gegen den Papst erhärten sich

Katholische Gnade vor Recht?

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In Deutschland stürzt sich die Presse auf Missbrauchsskandale im katholischen Erziehungsmilieu. Medien wie Kirche betonen das moralisch Verwerfliche der Taten. Empörung allerorten. Wenn man freilich die Diskussion auf Grundsätzliches hin reflektiert, stellt sich eine ganz andere Frage: Entspringt das Verhalten der vorgesetzten kirchlichen Instanzen, ihnen bekannt gewordene Straftaten nicht den Staatsanwaltschaften zu melden, sondern sie interner Behandlung vorzubehalten, womöglich der religiösen Grundüberzeugung, dass die katholische Kirche über ein Recht verfügt, welches sie auch gegenüber dem säkularen Rechtsstaat in eigener Souveränität praktiziert? Die Kirche hat eine eigene, jahrhundertealte Strafgerichtsbarkeit; Höchststrafe ist die Exkommunikation. Das Problem pädophiler Priester ist in diesem Corpus allerdings nicht angemessen berücksichtigt. Im Codex des kanonischen Rechts von 1917 war eindeutig geregelt, dass Kleriker prinzipiell der weltlichen Gerichtsbarkeit entzogen sein sollten. Im Codex von 1983 wird dieser Anspruch, das sogenannte Klerikerprivileg, nicht mehr ausdrücklich erhoben. In theologischer Sicht können Gnade und Vergebung auch nicht einfach an die Stelle der Gerechtigkeit treten.
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